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Bei welchen Krebsarten wird Immunonkologie eingesetzt?

Es gibt immunonkologische Verfahren z. B. bei schwarzem Hautkrebs, Nierenkrebs, Lungenkrebs oder Brustkrebs. Beim schwarzen Hautkrebs wird die Immunonkologie bereits mit ersten Erfolgen eingesetzt. Zum Einsatz kommen hier Anti-CTLA-4-Antikörper und Anti-PD-1-Antikörper. Bei beiden handelt es sich um sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. In mehreren Studien wurde belegt, dass auch bei bestimmten Formen von Leukämie in Zukunft Hoffnung durch den Bereich der Immunonkologie bestehen darf.

Immunonkologie bei Lungenkrebs

Mittlerweile ist auch eine immunonkologische Intervention für Lungenkrebs zugelassen, sodass man sich einer entsprechenden Therapie unterziehen kann, ohne an klinischen Studien teilzunehmen. Es handelt sich dabei um einen Anti-PD-1-Antikörper, der auch bereits beim schwarzen Hautkrebs eingesetzt wird. Die Zulassung bezieht sich auf den fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, der sich lokal ausgedehnt oder bereits Metastasen gestreut hat. Der Therapie sollte eine Chemotherapie vorausgegangen sein.

Antikörpertherapie bei Brustkrebs

Die Antikörpertherapie bei Brustkrebs gehört zu den Immuntherapien. Sie attackiert das Wachstum des Krebsgeschwürs, indem sie beispielsweise diejenigen Signale im Stoffwechsel der Tumorzellen bremst, die für das Wachstum zuständig sind. Zurzeit werden verschiedene Wege in der Forschung beschritten, um solche Antikörper zu entwickeln. Eine entscheidende Rolle bei der Antikörpertherapie spielen HER2-Rezeptoren. Das sind Andockstellen für die Wachstumsfaktoren, die in der Tumorzelle das Wachstum fördern. Wenn viele solcher HER2-Rezeptoren vorhanden sind, kann der Brustkrebs einen schnelleren und aggressiveren Verlauf nehmen. Dann kann man mithilfe eines speziellen Antikörpers die HER2-Rezeptoren ausschalten. So wird das weitere Wachstum des Tumors gehemmt.

Nierenkrebs

Auch bei Nierenkrebs gibt es immunonkologische Verfahren. Bereits eingesetzt wurden die Wirkstoffe Interferon alpha und Interleukin-2. Diese sind Botenstoffe im Immunsystem, die die Immunzellen des Abwehrsystems anregen und auf diese Weise die Krebszellen im Wachstum behindern. Die beiden Medikamente werden meist kombiniert. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen wurde eine Verkleinerung des Tumors oder ein Stillstand in der Metastasenbildung erreicht. Für diese Immuntherapie sollte der Tumor bereits operativ entfernt worden sein. Die Ergebnisse dieses Verfahrens werden aber insgesamt als nicht befriedigend eingeschätzt, sodass es nicht zur Standardtherapie bei Nierenkrebs gehört.

Die Vakzination hat sich ebenfalls nicht durchgesetzt. Dabei handelt es sich um eine Impfung mit inaktivierten Krebszellen. Die neuen Ansätze sind auch im Bereich Nierenkrebs die Checkpoint-Inhibitoren. Die entsprechenden Stoffe werden gegenwärtig in klinischen Studien getestet.

Fedor Singer

09.12.16

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