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Läuse bei Kindern gezielt behandeln

Läuse – Der Befall von Haaren und Kopfhaut mit den Parasiten löst bei den Eltern betroffener Kinder in der Regel zunächst einmal Ekel und Panik aus.

„Läuse können grundsätzlich jeden treffen, sie sind nicht die Folge eines Hygieneproblems“, erklärt Kinderarzt Dr. Rainer Lauf, Bad Sobernheim. Die Hygiene selbst spielt allerdings dann eine große Rolle, wenn Betroffene die Parasiten wieder loswerden wollen. „Bei einem Befall sollte unbedingt auf Sauberkeit geachtet werden, auch Bettwäsche und Kuscheltiere der Kinder müssen beispielsweise gewaschen werden“, erklärt der Mediziner. Alle Kleidungsstücke etc. mit denen die Tiere möglicherweise in Kontakt gekommen sind, gehören in die Waschmaschine. „Sie müssen über 60 Grad gewaschen werden. Möglich ist es auch, kleine Gegenstände, die befallen sein könnten, einen Tag in die Gefriertruhe zu legen. Auch dies tötet die Tiere“, erläutert Dr. Lauf.

Diese Maßnahmen sind wichtig, da Läuse immer nur im direkten Kontakt übertragen werden. Also etwa von Kleidungsstücken oder Köpfen anderer Kinder auf den Kopf des eigenen Kindes. Denn fliegen oder springen können diese Parasiten, anders als z. B. ein Floh, nicht. Eine klassische Hochsaison des Lausbefalls gibt es nicht. „Manchmal ist es im Winter schlimmer, wenn etwa die dicken Winterjacken der Kinder z. B. in der Schule an den Garderoben nebeneinander hängen“, bemerkt Dr. Lauf. „Generell sind Läuse allerdings immer da, es gibt sie heute auch nicht weniger als früher, sie gehören einfach dazu.“

Behandlung mittels Shampoo und Nissenkamm

Ob auch das eigene Kind von Läusen befallen ist, erkennen Eltern vor allem am Juckreiz auf dem Kopf, den die Kinder äußern. Verursacht wird dieser durch das Krabbeln und Saugen der Tiere. „Sichtbar sind Läuse und deren Eier, die Nissen, meistens vor allem im Nackenbereich oder am Hinterkopf“, erklärt der Kinderarzt. Haben Eltern hier Parasiten entdeckt, hilft nur die Behandlung mit einem speziellen Shampoo aus der Apotheke. „Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe“, erklärt Dr. Lauf. Anders als früher seien heute in den Shampoos keine Insektizide mehr enthalten. Die nun verwendeten Wirkstoffe würden die Atmungsorgane der Parasiten verkleben, auch die Nissen sterben bei der Anwendung ab.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Nissen mit einem speziellen Kamm mechanisch zu entfernen oder die Haare systematisch abzusuchen und die Eier der Tiere dann mit den Fingernägeln herauszuholen. „War der Befall sehr stark oder sind die Haare sehr dick ist es ratsam die Behandlung mit dem Shampoo nach fünf bis sechs Tagen zu wiederholen“, betont der Kinderarzt. Erst wenn ein Kinderkopf mindestens 24 Stunden ohne Befall ist, sollten die Kleinen wieder in den Kindergarten oder die Schule geschickt werden – um zu verhindern, dass sich die kleinen Tierchen gleich das nächste Zuhause suchen.

Quelle: Patient und Haut 1/2016

13.06.16

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