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Landesverband der Kehlkopfoperierten Sachsen e. V.

25 Jahre Bestehen

Auf 25 Jahre erfolgreichen Einsatz für die Belange von kehlkopfoperierten Menschen konnte der Landesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten in Sachsen 2015 zurückblicken. Der ehemalige Vorsitzende Frank Mädler hatte 1989 nach seiner Kehlkopfoperation mit zwei weiteren Betroffenen und Dr. Klaus Liebschner mit der Patientenberatung begonnen. Seit 1992 war er Präsident des sächsischen Landesverbandes. 2016 gab es einen Wechsel in der Führung: Frank Mädler trat nicht mehr an und Jürgen Lippert übernahm die Präsidentschaft.

Besonders wichtig war und ist die Netzwerkarbeit: So bestand die Aufgabe in den Anfangsjahren des Landesverbandes vor allem darin, die Zusammenarbeit mit den Kliniken auf- und auszubauen, die Patientenberatung an den Kliniken einzuführen und die Selbsthilfegruppenarbeit in ganz Sachsen auszuweiten. Heute gibt es in Sachsen insgesamt vier Bezirksverbände in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Riesa, in denen 14 Selbsthilfegruppen organisiert sind.

Ein wichtiges Ziel ist es, die Belange von Kehlkopflosen in die Öffentlichkeit zu bringen: „Es gibt ganz wenig bekannte Leute, Prominente, die Kehlkopfkrebs haben. Man spricht darüber nicht – daran müssen wir noch arbeiten“, erklärt Mädler. Die Beratung, die der Verband für alle Betroffene leistet, ist sehr umfassend: „Jeder, der zu uns kommen will, kann kommen“, sagt Mädler. „Wir sind in allen Fragen bereit, Auskunft zu geben, in sozialer und arbeitsrechtlicher Hinsicht, aber auch zur Ernährung. Wir haben zudem Experten, die uns beraten.“ An Kehlkopfkrebs Erkrankte bzw. ihre Angehörigen werden auf Wunsch auch vor der Operation von einem Kehlkopflosen begleitet. „Dass er sieht, dass er trotz Operation wieder sprechen kann – entweder so wie ich, mit der Ösophagusstimme oder aber mit dem Sprachventil oder, wenn es gar nicht geht, mit einer Elektrostimme“, sagt Mädler.

Er sieht die Selbsthilfe auf einem guten Weg, auch wenn er, wie viele andere Selbsthilfeverbände auch, Nachwuchsprobleme zu beklagen hat und eine zunehmende Bürokratisierung in der Selbsthilfearbeit feststellt. „Trotz dieser Probleme kann allerdings als positiv festgehalten werden, dass die Selbsthilfe sich allgemein auf hohem Niveau bewegt und es keine Unterschiede zu der Arbeit in den westlichen Bundesländern gibt.“

Mädler selbst wurde für sein Engagement und seinen humanitären Einsatz 1996 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse am Band ausgezeichnet. Neben seiner Arbeit im sächsischen Landesverband organisierte er beispielsweise in den 1990er-Jahren Hilfskonvois in die Balkanstaaten und unterstützte dort Flüchtlinge und Bedürftige.

Quelle: Befund Krebs 1/2015

19.04.17

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