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Diagnose von Leberkrebs

Leberkrebs gehört zu jenen Krebserkrankungen, die in frühem Stadium in den meisten Fällen keine Symptome hervorrufen. Bei vielen Patienten ist daher der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose weit fortgeschritten und die Krankheitsprognose eher ungünstig. Für Menschen mit einem erhöhten Risiko für Leberkrebs (z. B. durch Hepatitis oder Diabetes) kann daher eine halbjährlich durchgeführte Leberkrebs-Vorsorgeuntersuchung empfohlen werden, mit der Leberzelltumoren u. U. frühzeitig diagnostiziert werden können.

In fortgeschrittenem Tumorstadium äußert sich die Erkrankung meist durch uncharakteristische Symptome wie u. a. Leistungsminderung, unerklärliche Gewichtsabnahme, eine Zunahme des Bauchumfangs ohne gleichzeitige Erhöhung des Körpergewichts sowie durch erhöhte Temperatur bzw. Fieber. Im Zusammenhang mit Leberkrebs treten darüber hinaus verschiedene Symptome häufig auf: u. a. Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinanteil im Blut), Hypoglykämie (erniedrigter Blutzuckerspiegel) oder Hyperkalzämie (erhöhter Kalziumspiegel).

Laboruntersuchungen bei Leberkrebs

Im Rahmen der Diagnostik werden üblicherweise verschiedene Laborparameter bestimmt. Sie dienen nicht nur der Diagnose, sondern auch der Planung einer eventuell notwendigen Therapie. Untersucht werden neben den Leberwerten insbesondere Nierenwerte, Blutbild und Gerinnungsfaktoren. Daneben wird auch die Konzentration des Tumormarkers Alpha-Fetoprotein (AFP) im Blut bestimmt. Bei rund 60 % der Leberzellkarzinome ist dieser Tumormarker erhöht. Da dieser Wert jedoch auch bei anderen Lebererkrankungen erhöht sein kann und Leberzellkarzinome im Frühstadium nur zu einem geringen Prozentsatz mit einer AFP-Erhöhung einhergehen, ist die Aussagekraft dieses Wertes allein gering. Kommt es jedoch im Verlauf einer Leberzirrhose zu einer konstanten Erhöhung, kann dies ein Hinweis auf Leberkrebs sein.

Bildgebende Verfahren und Biopsien bei Leberkrebs

Die Unterscheidung von gesundem Lebergewebe und frühen Leberzellkarzinomen kann vielfach schwierig sein und erfordert häufig den Einsatz mehrerer bildgebender Verfahren. Dazu gehören insbesondere Kontrastmittelultraschall (KMUS), Multidetektorcomputertomografie (MDCT) und Magnetresonanztomografie (MRT). Werden dabei verdächtige Strukturen im Lebergewebe gefunden, die nicht eindeutig klassifiziert werden können und bei denen es sich um ein Leberzellkarzinom handeln könnte, wird in der Regel eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) durchgeführt und das entnommene Gewebe im Anschluss im Labor untersucht.

Antje Habekuß

17.03.17

Diagnose
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