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Lichttherapie bei Psoriasis – was ist zu beachten?

Die Licht- oder Phototherapie ist eine wichtige Säule der Behandlung von Psoriasis. Bei dieser Behandlung wird die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt mit dem Ziel, bestimmte Zellen in der Haut auszubremsen, die bei Schuppenflechte zu große Mengen an Hautzellen produzieren und das Beschwerdebild hervorrufen. Bei der Phototherapie der Psoriasis werden sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen eingesetzt, wobei UV-B-Licht vor allem obere Hautschichten erreicht, UV-A-Strahlen auch tiefere Hautareale.

Eine Phototherapie muss immer unter Aufsicht erfahrener Hautärzte durchgeführt werden, damit die Bestrahlung mit UV-Licht die Haut nicht schädigt. Die Behandlung muss dabei etwa auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein, d. h., helle Hauttypen dürfen nur einer Phototherapie mit einem niedrigeren UV-Spektrum ausgesetzt werden als dunklere Hauttypen. Als besonders gut wirksam gilt eine sog. PUVA – eine Phototherapie mit Psoralen und UV-A-Licht. Psoralen ist eine Substanz, die in ätherischen Ölen einiger Pflanzen vorkommt und die Haut für Licht sensibilisiert. Vor der Therapie muss der Patient entweder ein Psoralen-Präparat einnehmen oder die Körperstellen, die bestrahlt werden sollen, mit einer Psoralen-Creme behandeln. Auch als Badezusatz gibt es Psoralen. Dieser wird jedoch nur dann verwendet, wenn der Arzt eine sog. Balneophototherapie verordnet hat (die aber auch ohne Psoralenzusatz durchgeführt werden kann). Bei einer Balneophototherapie baden die Patienten entweder in warmem Wasser mit Salz oder Psoralenzusatz und werden dabei oder im Anschluss mit künstlichem UV-Licht bestrahlt. Eine Balneophototherapie wirkt noch stärker gegen Schuppenflechte als eine Phototherapie ohne Wasser.

Wann ist eine Lichttherapie sinnvoll?

Eine Lichttherapie ist laut Psoriasis-Leitlinie vor allem bei mittelschwerer und schwerer Psoriasis sinnvoll. Sie kommt vor allem auch dann infrage, wenn Medikamente nicht genommen werden dürfen – etwa in der Schwangerschaft und Stillzeit (mit Ausnahme der PUVA). Sie wirkt besonders gut an Hautstellen mit geringer Körperbehaarung, d. h. im Gesicht, am Rumpf und den Extremitäten. Für den Kopf ist sie weniger geeignet, genauso für die Handinnenflächen oder die Fußsohlen. Kinder unter zwölf Jahren werden i. d. R. noch nicht mit der Phototherapie behandelt werden. Zu den Gegenanzeigen für eine Lichttherapie gehören eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, ein erhöhtes Hautkrebsrisiko sowie Hautkrebs. Wichtig ist auch, dass dem Patienten die Stärke der Bestrahlungsdosis mitgeteilt wird. Bei hohen Bestrahlungsdosen müssen die Patienten lebenslang regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge gehen.

Was noch wichtig ist

Vor der Lichttherapie sollten Patienten ihre Haut eincremen, allerdings nicht mit einer medizinischen Creme, sondern mit einer unparfümierten Feuchtigkeitscreme, die gut vertragen wird. Sonnenschutzcremes hingegen sind vor einer lichttherapeutischen Behandlung tabu. Denn die Wirkweise der Lichttherapie besteht ja gerade darin, dass die Haut einer auf sie abgestimmten UV-Dosis ausgesetzt ist. Das Tragen einer Sonnenbrille hingegen ist in vielen Fällen sinnvoll. Bestimmte Medikamente (z. B. Johanniskraut) können die Lichtempfindlichkeit der Haut herabsetzen. Solche Präparate müssen während einer Phototherapie abgesetzt werden. Im Anschluss an die UV-Behandlung ist die Haut lichtempfindlicher als sonst. Nach der Therapie ist es daher unbedingt notwendig, Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu benutzen. Auch das Tragen von Kleidung, die die ultraviolette Strahlung abhält, ist sinnvoll. Auf gar keinen Fall sollte eine Phototherapie mit Besuchen im Sonnenstudio kombiniert werden. Die regelmäßige Benutzung einer Sonnenbank kann eine Phototherapie auch nicht ersetzen.

Quelle: allergikus 3/2015

06.11.15

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