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Lungenfunktion selbst testen und testen lassen

Menschen mit Asthma oder COPD sollten in regelmäßigen, gemeinsam mit dem Arzt festgelegten Abständen ihre Lungenfunktion testen, um festzustellen, wie sich die Erkrankung entwickelt um Verschlechterungen rasch entgegentreten zu können. Wer von Asthma bronchiale betroffen ist, kann (und sollte) regelmäßig mit dem sog. Peak-Flow-Meter die Lungenfunktion selbst testen. Andere Verfahren zur Prüfung der Lungenfunktion, die beim Arzt zur Anwendung kommen können in der Diagnose, sind die Spirometrie und Ganzkörperplethysmografie.

Die Peak-Flow-Messung

Peak Flow bedeutet Spitzenfluss. Mit einem Peak-Flow-Meter kann durch kräftiges Ausatmen in das Gerät der Spitzenfluss der Ausatmung ermittelt und damit festgestellt werden, wie durchlässig die Luftwege sind. Menschen mit Asthma sollten sich ein solches Peak-Flow-Meter vom Arzt verordnen lassen, denn damit können sie ihre Werte und mögliche Verschlechterungen erfassen.

Gemeinsam ermitteln Arzt und Patient in Tests in der Praxis zunächst den Bestwert der Ausatmung. Dieser kann auf dem Peak-Flow-Meter markiert werden. Danach können weitere Markierungen angebracht werden, die dem Patienten sagen sollen, ob der Wert, den er zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt, noch im normalen Rahmen liegt oder aber ob es Handlungsbedarf gibt (z. B. der Arzt aufgesucht werden sollte), weil der Peak-Flow-Wert zu weit gesunken ist.

Die Anwendung des Peak-Flow-Meters muss zunächst – am besten unter Aufsicht – erlernt werden. Der Patient stellt sich hin, steckt die Mundhülse auf das Gerät, schiebt den kleinen Regler, der sich am Gerät befindet, auf den Wert null, stellt sich hin, atmet tief ein, nimmt dann das Mundstück in den Mund, umschließt es damit und atmet mithilfe der Brustmuskulatur so stark in das Mundstück aus, dass sich der Regler nach oben bewegt. Der Wert, bei dem der Regler stehen geblieben ist, wird notiert. Dann wird die gleiche Prozedur noch zweimal wiederholt. Der höchste erzielte Wert der drei Messungen wird schließlich in ein Asthma-Protokoll eingetragen, Vordrucke dafür sind z. B. bei der Deutschen Atemwegsliga erhältlich. Die Messung mit dem Peak-Flow-Meter wird zwei weitere Male am Tag wiederholt. So lässt sich verfolgen, wie sich die Erkrankung im Verlauf eines Tages, aber auch über mehrere Tage oder Wochen hinweg entwickelt. Auch für den Arzt stellt ein solches Protokoll ein wertvolles Instrument dar, mit dessen Hilfe sich einschätzen lässt, ob weitere Therapiemaßnahmen ergriffen werden müssen.

Nach jeder Messung sollte das Peak-Flow-Meter gründlich gereinigt werden. Nehmen Sie es auseinander (falls das möglich ist), legen Sie die Einzelteile für eine Stunde in mit Spülmittel versetztes Wasser und spülen Sie sie anschließend gründlich aus und lassen sie trocknen. Wenn es sich um ein Gerät handelt, das sich nicht zerlegen lässt, reinigen Sie das Mundstück gründlich.

Spirometrie und Ganzkörperplethysmografie

Die Spirometrie ist ebenfalls eine Lungenfunktionsprüfung, die jedoch der Lungenfacharzt durchführt. Hier muss der Patient nach Anweisung des Arztes in ein Gerät ein- und ausatmen, i. d. R. vor und nach der Inhalation eines bronchienerweiternden Medikaments. Mithilfe der Spirometrie kann u. a. festgestellt werden, ob die Atemwege verengt sind, ob also eine Obstruktion der Atemwege vorliegt. Die Untersuchung gibt auch Aufschluss darüber, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.

Die Ganzkörperplethysmografie führt ebenfalls der Lungenfacharzt durch. Der Patient muss sich in eine kleine Kammer mit Glastüren, ähnlich einer Telefonzelle, begeben und dort hinsetzen. Nach Anweisung des Arztes atmet der Patient schließlich auf verschiedene Art und Weise in ein Mundstück. Die Ganzkörperplethysmografie misst u. a. das Lungenvolumen.

Quelle: Allergikus 1/2015

02.07.15

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