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Lungenfunktionsverlust bei COPD lässt sich abbremsen

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD geht mit einem fortschreitenden Lungenfunktionsverlust einher, der sich aber mit einer optimalen Therapie und konsequentem Selbstmanagement abbremsen lässt. Das berichten die Lungenärzte im Netz.

„Der Verlust der Lungenfunktion kann bei COPD-Patienten auf das Drei- bis Vierfache hinaufschnellen im Vergleich zu gesunden Nichtrauchern, die altersbedingt ab dem 35. Lebensjahr kontinuierlich etwa 35 Milliliter an Lungenfunktionsvolumen verlieren, bis sie 75 sind“, erläutert der Vorsitzende des Bundesverbands der Pneumologen Dr. Andreas Hellmann. „Bei COPD-Patienten sinkt die Lungenfunktion allein aufgrund der Erkrankung ohne Zutun um etwa 30 Milliliter pro Jahr weiter ab. Sollte der Betreffende außerdem weiterrauchen, erhöht sich dieser Wert um das Dreifache. Dann nimmt die Sekundenluft um etwa 90 Milliliter pro Jahr ab.“

Regelmäßige lungenfachärztliche Untersuchung angeraten

Nur mit einer Lungenfunktionenuntersuchung (Spirometrie) lässt sich eine COPD früh genug erkennen, um dem weiteren Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig eine geeignete medikamentöse Therapie entgegensetzen zu können, bevor der Patient noch schwerer krank wird. Deshalb raten die Lungenärzte allen Rauchern über 40 Jahren, aber auch Personen, die berufsbedingt Stäuben und Chemikalien ausgesetzt sind, ihre Lunge regelmäßig vom Haus- oder Lungenfacharzt mittels einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie oder Lufu genannt) untersuchen zu lassen – und zwar unabhängig davon, ob sie bereits Beschwerden (wie Husten, Auswurf, Atemnot) haben oder nicht. Dazu atmet der Patient über ein Mundstück in ein Spirometer. Dabei misst das Spirometer die Kraft, mit der der Patient in einer Sekunde mit so viel Anstrengung wie möglich (also forciert) auszuatmen vermag. Damit erhält man das sog. forcierte exspiratorische Volumen (FEV1) – auch Sekundenluft genannt. Je stärker die Atemwege des Patienten verengt sind, umso geringer fällt dieser FEV1-Wert aus.

Medikamente ermöglichen den Teufelskreis der COPD zu durchbrechen

Um den Verlust der Lungenfunktion aufhalten zu können, ist es erforderlich, konsequent auf das Rauchen zu verzichten. Außerdem stehen verschiedene medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung. „Mithilfe der Medikamente können sich manche Patienten einen Sekundenluft-Verlust von etwa 16 Milliliter pro Jahr ersparen – was viel ist, wenn man bedenkt, dass ein COPD-Patient mit jedem Mehr an Atemvolumen, auch körperlich wieder mehr belastbar ist“, erklärt Dr. Hellmann. „Dieser Unterschied kann sich z. B. darin äußern, dass ein Patient, der zuvor keine zehn Meter ohne Atemnot zurücklegen konnte, mit geeigneten Medikamenten wieder soweit auf die Beine kommt, dass er den Teufelskreis der COPD durchbrechen kann. Ansonsten führt Atemnot zu körperlicher Schonung, zunehmendem Muskelschwund und Kräfteverfall, und damit zu noch mehr Atemnot. Ziel ist also, dem Patienten mit entsprechenden Medikamenten zu ermöglichen, seine körperliche Fitness durch Lungensport und weitere Therapiemaßnahmen wieder langsam aufzubauen. Damit er schließlich nicht nur längere Gehstrecken zurücklegen kann, sondern möglicherweise auch wieder dazu fähig wird, seine Einkäufe und seinen Haushalt selbstständig zu erledigen. Was für den Selbstwert und Lebenswert des Menschen natürlich enorm wichtig ist“, bekräftigt Dr. Hellmann.

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

26.06.14

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