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Fünf Jahre Lungensportgruppe Mogendorf

Besonders wichtig für Menschen mit Atemwegserkrankungen ist regelmäßige Bewegung. Doch aus Angst vor Atemnot vermeiden Betroffene häufig körperliche Belastung, was zu einem Mangel an Kondition und damit zu einer Verminderung der Lebensqualität führen kann. Wie der TUS Mogendorf auf seiner Internetseite schreibt, ist der Verein von der gesundheitsfördernden Wirkung eines zielgerichteten Sportangebotes für Lungenerkrankte überzeugt und hat eigens für diesen Zweck eine Abteilung eingerichtet.

Um die Belastbarkeit der Teilnehmer effektiv zu steigern, sollten Lungensportprogramme auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Jutta Remy-Bartsch leitet die Lungensportgruppe des TUS Mogendorf und erfährt für ihr Engagement viel Zuspruch und Dankbarkeit von den Teilnehmern. Zum fünfjährigen Bestehen der Lungensportgruppe berichten Mitglieder, warum ihnen der Lungensport wichtig ist und was sie an ihrer Sportgruppe so schätzen.

„Nachdem meine Atem- und Luftprobleme immer dramatischer wurden, begab ich mich 2010 endlich zu einem Lungenfacharzt. Diagnose: COPD. Nach einer Reha, bei der viel Sport auf dem Programm stand, legte man mir nahe, zu Hause weiter Lungensport zu betreiben. Der TUS Mogendorf bietet viele Möglichkeiten für einen guten Lungensport an und die Übungsleiterin – selbst lungenkrank – ist eine sehr sympathische und überaus engagierte Person. Nach drei Jahren Zugehörigkeit zum Verein weiß ich, wie außerordentlich wichtig dieser Sport für meine Gesundheit und meine Lebensqualität ist.“ (Sepp Bösl)

Übungen helfen, bewusst zu atmen

„Hat man die Diagnose bekommen und einen guten Lungenfacharzt erwischt, rät der zum Lungensport. Sofort erscheinen wieder die Fragezeichen in den Augen. Wie soll ich Sport treiben, komm doch die Treppe kaum hoch. Mithalten kann ich doch da nicht, das soll mir was bringen? Die Lungensportgruppe Mogendorf besteht nun fünf Jahre und ich bin stolz darauf, von Anfang an dabei zu sein. Durch die Übungen lernte ich u. a. in Krisensituationen bewusst zu atmen, die Atemhilfsmuskulatur zu trainieren und Erstickungsängste in den Griff zu bekommen. Überhaupt ist unsere Gruppe klasse, man kennt sich, tauscht sich aus – nicht nur über Krankheiten und die neuesten Medikamente, auch ganz privat halt, wie in einer Familie. Geburtstagskinder bringen Süßigkeiten mit und so haben wir immer einen kleinen Vorrat, um nach dem Üben ein oder zwei Pralinen zu essen. So lass ich mir Sport gefallen!“ (Andrea Wörsdörfer)

„Nach einer Lungen-Reha wurde ich freundlich in den Kreis der Lungensportler aufgenommen und fühle mich dort gut aufgehoben.“ (Dorothea Blath)

„Damals in der ersten Stunde wurde mehr geredet als Lungensport betrieben und dieser Einstieg, in dem wir uns über unsere Erkrankung austauschen und Wissenswertes über den medizinischen Fortschritt erfahren, sollte sich bewähren: Auch heute noch beginnen wir jede Stunde mit einem lebhaften Gespräch. Anschließend geht es in die Horizontale – wer das nicht kann oder mag, setzt sich auf einen Stuhl. Es folgt die Atemwahrnehmung, Dehnungen und Atemgymnastik. Nach einer Trinkpause messen wir den Sauerstoffgehalt und die Atemfrequenz. Danach folgen Geschicklichkeitsspiele, bei denen wir sehr viel lachen. Es wird überhaupt sehr viel gelacht in unserer Gruppe und das ist sehr wichtig. Auch andere Aktivitäten, wie einen Besuch in der Salzgrotte, im Heilstollen oder eine Klangschalenmeditation, gehören zu unseren Aktivitäten. Auch eine Weihnachtsfeier muss sein. Ich persönlich kann sagen, dass mir der Lungensport in den fünf Jahren sehr geholfen hat, manche Anstrengung besser zu überstehen. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre in dieser super Truppe zubringen kann und wir weiterhin so viel Spaß zusammen haben.“ (Karl-Heinz Kelter)

LUNGENSPORT

Ein Lungensportler ist ein Mann
der nicht mehr richtig atmen kann.
Dasselbe gilt auch für die Frau,
sie kann nicht atmen, sie wird blau.
Das muss nicht sein, so Jutta sagt
und hat eine Lösung auch parat.
Wir atmen durch die Nase ein,
der Mund der soll der Ausgang sein.
Der Bauch und die Brust sich hebt,
ein Anblick, der uns sehr belebt.
So üben wir es Stund um Stund,
es hat geholfen, hört die Kund.
Drum sind wir dienstags stets vor Ort
in unsrem super LUNGENHORT!!

Karl-Heinz Kelter

Neben der Bewegung ist es vor allem Spaß an den Übungseinheiten, der den positiven Effekt des Lungentrainings auf das Wohlbefinden der Erkrankten verstärkt. Frau Remy-Bartsch freut sich über die Resonanz, die ihr Einsatz im Lungensport hervorruft und hofft, dass weitere Atemwegserkrankte ermutigt werden, sich einer Sportgruppe anschließen.

Quelle: COPD und Asthma 3/2017

18.10.17

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