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Lymphödeme: Das sollte man beachten

Lymphödeme bei Krebspatienten können auf verschiedenem Wege entstehen. Oft sind die Betroffenen im Bereich der Lymphknoten operiert worden, beispielsweise Brustkrebspatientinnen, denen die Lymphnoten in der Achsel entfernt werden. Strahlentherapie oder der Tumor selbst können aber ebenfalls Lymphödeme verursachen. Bei einem Lymphödem fließt die Lymphe nicht mehr richtig ab, meist entsteht es in Armen oder Beinen. Diese schwellen dann stark an.

Die Leitlinie Diagnostik und Therapie der Lymphödeme unterscheidet verschiedene Schweregrade. Das schwerste Stadium ist gekennzeichnet durch eine harte und große Schwellung, die sog. Elephantiasis. Lymphödeme mit diesem Schweregrad bedeuten meist eine erhebliche Beeinträchtigung und Minderung der Lebensqualität.

Wichtig ist es daher, Lymphödeme bereits in frühen Stadien konsequent zu behandeln. Laut Leitlinie wird hierzu die sog. physikalische Entstauungstherapie angewendet. Diese besteht aus verschiedenen Komponenten: manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie mit speziellen komprimierenden Wechselbandagen bzw. medizinischen Kompressionsstrümpfen sowie entstauenden Bewegungsübungen und entsprechender Hautpflege.

Wichtig ist: Man sollte seine Kompressionsprodukte wie Strümpfe oder Bandagen konsequent tragen, so die Deutsche Gefäßliga. Auch die Übungen sollten regelmäßig zu Hause durchgeführt werden, wenn es der Behandlungsplan so vorschreibt. Die Deutsche Gefäßliga nennt weitere Alltagsempfehlungen, die in erster Linie für Brustkrebspatientinnen mit Lymphödem im Arm, aber generell auch für andere Betroffene gültig sind:

  • keine schweren Lasten tragen wie Gepäck oder schwere Einkaufstaschen
  • Verletzungen im Haushalt vermeiden, z. B. durch Küchenmesser, Insekten- oder Tierbisse bzw. Kratzer sowie Zigaretten
  • Hitze (aber auch Kälte) vermeiden, z. B. beim Abwasch, Bügeln oder Kochen
  • nicht mit erhobenem Arm putzen
  • keine Armbanduhr an der betroffenen Seite tragen
  • im Haushalt die Armstrümpfe anbehalten und Gummihandschuhe benutzen
  • keine einschneidenden BHs oder Slips mit einschneidenden Rändern, keine engen Gürtel tragen
  • bei der Nagelpflege Verletzungen vermeiden, nicht die Nagelhaut beschädigen
  • nicht in die Sauna und in die Sonne gehen
  • keine reizenden, allergieauslösenden Kosmetika verwenden
  • nicht den Arm selbst knetend massieren
  • den betroffenen Arm oder das Bein nachts hochlagern

Quelle: Befund Krebs 4/2015

13.11.15

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