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Lymphödeme: Hautpflege bei Kompressionsstrümpfen

Nach Krebsbehandlungen können Lymphödeme beschwerliche und ernste Folgen hervorrufen. Die Gefahr besteht vor allem, wenn Lymphknoten in der Achselhöhle oder in der Leiste operativ entfernt oder bestrahlt wurden. Am häufigsten treten Lymphödeme nach Brustkrebsbehandlungen auf. Je mehr Lymphknoten entfernt oder bestrahlt werden, desto größer ist das Risiko.

Die passenden Kosmetikprodukte bei Kompressionsstrümpfen auswählen

Lymphödempatienten neigen zu trockener und juckender Haut, wenn sie Kompressionsstrümpfe oder bandagen über einen längeren Zeitraum tragen müssen. Diese Hautschädigung kann das Infektionsrisiko steigern: Kleinere Verletzungen entstehen schnell beim Kratzen oder Reiben der juckenden Haut. Deswegen ist es wichtig, dass die Patientinnen ihre Haut beobachten und gut pflegen. Alle Kosmetikprodukte sind allerdings nicht geeignet. Die bereits geschädigte Haut verträgt nicht jedes Produkt. Außerdem können manche Cremes, Lotionen oder Salben die Bandagen und Kompressionsstrümpfe angreifen. Das führt dazu, dass die Elastizität nachlässt und die schützende Wirkung nicht mehr gewährleistet ist. Betroffenen wird deswegen geraten mit ihrem behandelnden Arzt zu besprechen, welche Produkte geeignet sind und wann sie angewendet werden können. Die Sanitätshäuser und Apotheken beraten ebenfalls über geeignete Hautpflege und können außerdem Tipps zum Umgang mit den Kompressionsmaterialien im Alltag, wie etwa Wasch und Pflegeanleitungen, geben.

Maßgeschneiderte Anpassung der Kompressionsstrümpfe

Patientinnen beklagen sich immer wieder über Hautprobleme und den falschen Sitz der Kompressionsstrümpfe. Deswegen tragen sie sie nicht regelmäßig, was den Heilungsverlauf negativ beeinflusst. Die Strümpfe rutschen oder schnüren ein. Alexandra Hafrung berät Patientinnen im Sanitätshaus und kennt das Problem. „Unsere Kundinnen klagen oft über Hautprobleme wie Trockenheit oder Jucken. Diese Symptome lassen sich durch spezielle Pflegeprodukte verhindern.“ Sie empfiehlt Gel-Präparate, die vor dem Anziehen der Strümpfe aufgetragen werden. Dies minimiert die mechanische Belastung der Haut durch den Kompressionsstrumpf. Abends können Patientinnen rehydrierende Lotionen oder Salben auftragen und so die Regeneration der Haut über Nacht fördern. Wichtig ist auch, dass der Kompressionsstrumpf gut sitzt. „Er darf auf keinen Fall einschneiden“, erklärt Alexandra Hafrung. Deswegen werden die Strümpfe auch individuell auf Maß angepasst. „Der perfekte Sitz lässt sich erreichen, wenn der Strumpf optimal angepasst ist. Insbesondere Kompressionsstrümpfe sollten deswegen unbedingt durch speziell ausgebildete und regelmäßig trainierte Fachkräfte angepasst werden.“

Funktionalität der Strümpfe

Hautkomplikationen können die Patientinnen u. U. vorbeugen. „Dann ist es nicht mehr unangenehm, den Strumpf zu tragen“, so Alexandra Hafrung. Dass die Strümpfe ihren Dienst tun, bescheinigen ihr die meisten Patientinnen. Die meisten loben eine gute Funktionalität. Die Kompression durch Bandagen oder Stützstrümpfe für Arm oder Bein sollen nach der Drainage einen Rückfluss der Lymphe verhindern. Die Kompressionsverbände oder nach Maß angefertigte Kompressionsstrümpfe bzw. -ärmel werden morgens vor dem Aufstehen angelegt und sollen den ganzen Tag über getragen werden. Spezielle gymnastische Übungen unterstützen durch Muskelbewegung den Abfluss der Lymphe.

Quelle: Leben? Leben! 2/2012

26.11.12

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