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Lymphödeme bei Krebs: Kompressionsstrümpfe als Hilfsmittel

Für Krebspatienten gibt es verschiedene sog. Hilfsmittel, die zur Therapie von Folge- und Begleiterkrankungen, bei Folgen der eigentlichen Krebstherapie oder auch zur Bewältigung des Alltags benötigt werden. Zu diesen Hilfsmitteln gehören auch sog. Kompressionsstrümpfe. Diese werden beispielsweise bei einem Lymphödem notwendig.

Kompressionsstrümpfe sind ein wesentlicher Bestandteil der Kompressionstherapie – diese gehört wiederum zur sog. Physikalischen Entstauungstherapie, die bei Lymphödemen angewendet wird. Lymphödeme können bei Krebspatienten infolge von Operationen oder Strahlentherapie auftreten, wenn das Gewebe und die Lymphbahnen um die Lymphknoten herum geschädigt wird. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung, die sich als Schwellung der Haut zeigt. Bei Brustkrebspatientinnen kann das Lymphödem beispielsweise im Arm auftreten, wenn die Achsellymphknoten entfernt worden sind. Bei der Entfernung bzw. Operation von Lymphknoten im Beckenbereich können auch die Beine von einem Lymphödem betroffen sein.

Kompressionsstrümpfe gibt es daher für Arme und Beine. Sie sind feinmaschig gewebt und üben von außen gleichmäßigen Druck auf das Gewebe aus: Dadurch können geschädigte Venen und Lymphbahnen entlastet werden, berichtet die Apotheken Umschau. Der Blutfluss zum Herzen durch die Venen wird verbessert und im Laufe des Tages kommt es weniger zu Wassereinlagerungen und Schwellungen. Es gibt sie in vier Kompressionsstärken.

Auf einen guten Sitz kommt es an

Durch den engen Sitz sind Kompressionsstrümpfe nicht immer ganz angenehm zu tragen. Die Apotheken Umschau betont: Ein perfekter Sitz ist wesentlich für den Komfort von Kompressionsprodukten. Daher werden sie nach individuellen Maßen gefertigt – oder wenn die Maße einer bestimmten Konfektionsgröße entsprechen, kann man diese im Sanitätsfachgeschäft in der passenden Größe auch gleich mitnehmen. Beim Anziehen können spezielle Handschuhe mit Noppen hilfreich sein, mit denen man die Strümpfe besser greifen kann. Generell sollte man sich das richtige Anziehen von Kompressionsstrümpfen im Fachgeschäft erklären und sich beraten lassen, was für einen sinnvoll ist.

Auch die Hautpflege bei Kompressionsstrümpfen spielt eine wichtige Rolle. Nach dem Ausziehen am Abend sollte man die Haut der entsprechenden Arme oder Beine pflegen, da sie durch das Tragen der Kompressionsstrümpfe schneller austrocknet. Es gibt Kompressionsprodukte mit Aloe-Vera-Extrakten, die Hautreizungen und Trockenheit vorbeugen sollen.

Kompressionsstrümpfe sollten aus hygienischen Gründen täglich gewaschen werden, entweder per Hand oder bei 30 Grad im Schonwaschgang. Wer sich zwei Paar verschreiben lässt, kann so immer eines waschen und das andere am nächsten Tag anziehen. Sie sind etwa ein halbes Jahr lang tragbar, dann sollte man sich neue verordnen lassen, so die Apotheken Umschau. Übrigens: Kompressionsstrümpfe gibt es in vielen verschiedenen Farben. Wem hautfarbene Strümpfe zu langweilig sind, kann auch pinke, gelbe oder blaue Strümpfe tragen. Schwarze Strümpfe sind meist von blickdichten Strumpfhosen nicht zu unterscheiden. Manche Strümpfe haben, je nach Hersteller und Art, auch eine Spitzenverzierung oder verschiedene Muster.

Quelle: Befund Krebs 3/2016

23.09.16

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