- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Rheuma|Orthopädie - Rheumatoide Arthritis - Diagnose - Rheumatoide Arthritis: Mit Magnetresonanztomographie Gelenkzerstörung verhindern

Rheumatoide Arthritis: Mit Magnetresonanztomographie Gelenkzerstörung verhindern

Rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Sie kann zu schweren Behinderungen führen und ist nicht heilbar. Je eher sie aber erkannt wird, desto besser lässt sich die Zerstörung der Gelenke verhindern. Als geeignetes Mittel zu ihrer Früherkennung gilt inzwischen die Magnetresonanztomographie (MRT).

Weltweit, auch in Deutschland, leidet rund ein Prozent der Bevölkerung an der so genannten Rheumatoiden Arthritis. Frauen sind etwa doppelt so viele betroffen wie Männer, das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter. Rheumatoide Arthritis äußert sich anfangs häufig unspezifisch, etwa durch Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder eine Erhöhung der Körpertemperatur. Typische Symptome sind Gelenkbeschwerden, wie Schwellungen, Steifigkeit und Schmerzen, vor allem an den Fingern und Zehen. Mit zunehmendem Verlauf zerstört die Krankheit die Gelenke und schränkt dadurch die Beweglichkeit ein. Ihre Ursachen sind noch ungeklärt. Es wird aber vermutet, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der Körperzellen vom eigenen Immunsystem angegriffen werden. Zu ihrer Behandlung wird in der Regel ein Mix verschiedener Behandlungsmethoden, wie Medikamente, Physiotherapie, Ergotherapie, Kälte- oder Wärmetherapie, eingesetzt.

„Klassischerweise wurde die Rheumatoide Arthritis auch anhand von Röntgenaufnahmen diagnostiziert. „Diese zeigten dann den schon entstandenen „Strukturschaden“, sagt Prof. Dr. med. Benedikt Ostendorf, Leiter der Arbeitsgruppe Bildgebung in der Rheumatologie an der Universitätsklinik Düsseldorf. Neuere bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie können entzündliche Veränderungen hingegen früher erfassen. Ebenfalls zum Vorteil der Patienten ist, dass die MRT ohne potenziell schädliche Röntgenstrahlen auskommt.

„Zwar ist der Zugang zur Magnetresonanztherapie noch begrenzt, dennoch haben technische Weiterentwicklungen bereits zu einer so breiten Anwendung von ihr geführt, dass standardisierte Untersuchungsprotokolle für rheumatologische Fragestellungen existieren“, sagt Professor Ostendorf. „Insgesamt überwiegen die enormen Vorteile wie hohe Genauigkeit und Strahlungsfreiheit, sodass Rheumatologen gefordert sind, die Vorteile der MRT für die Früherkennung von rheumatischen Erkrankungen und zur Kontrolle der Therapie zu nutzen, damit die Patienten langfristig eine gute Prognose für ihre Beweglichkeit und Lebensqualität haben.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin

12.11.15

Newsletter An-/Abmeldung

Code: JNAI