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Medizinische Rehabilitation bei Diabetes

Chronisch kranke Menschen führen ein Leben mit einigen Herausforderungen. Sie leben mit der Erfordernis einer beständigen Therapie ihrer Erkrankung und müssen zudem mit Verschlechterung, Folgeerkrankungen oder Komplikationen rechnen. Dies trifft auch auf Menschen mit Diabetes zu. Diese haben deshalb auch den Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation.

In einer Reha geht es nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung vor allem darum, Gesundheitsschäden abzuwenden, die Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen und eine Teilnahme am normalen Leben zu ermöglichen – nach dem Motto „Reha vor Rente“.

Für Menschen mit Diabetes gibt es verschiedene Gründe, aus denen eine Reha erforderlich werden kann. Dies ist bei der Erstdiagnose der Fall, um den Umgang mit dem Diabetes zu erlernen, oder auch, wenn das Diabetesmanagement aufgrund eines Therapiewechsels oder schlechter Stoffwechseleinstellung noch mal neu erlernt werden sollte. Auch bei Folgeerkrankungen und Komplikationen wie dem diabetischen Fußsyndrom oder immer wieder auftretenden Hypoglykämien (Unterzuckerung) kann eine Reha erfolgen, ebenso wie bei starken psychischen Belastungen durch den Diabetes. Rehabilitationen gibt es zudem für Kinder und Jugendliche bzw. für Kleinkinder, wobei bei diesen vor allem die Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung geschult werden sollten. Menschen mit Typ-2-Diabetes können in einer Reha beispielsweise eine gesunde Ernährungsweise erlernen und eine Sport- und Bewegungstherapie erhalten.

Auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten

Die Aufzählung der verschiedenen Gründe für eine Reha macht bereits deutlich: Eine Reha ist ein individuelles Angebot, das auf den einzelnen Patienten zugeschnitten wird. Zu den Angeboten gehören beispielsweise Schulungen für das Diabetesmanagement im Alltag, psychologische Beratung oder eine Arbeitsplatzberatung sowie Kurse zur Rauchentwöhnung, informiert der Diabetes Ratgeber. Die Rehakliniken sind daher speziell auf ihre Patienten und ihre Bedürfnisse eingestellt. Der Aufenthalt selbst dauert meist drei Wochen. Trägerin der Rehabilitation ist die gesetzliche Kranken- oder Rentenversicherung.

Welche Klinik ist die Richtige?

Hier sollte man auf Punkte wie Ausstattung, Lage, Service und spezielle Therapieangebote achten. Einen Überblick über geeignete Einrichtungen gibt es beispielsweise im Netz auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Im Rehaantrag sollte man dann seine Auswahl für die entsprechende Einrichtung gut begründen – ein gutes Argument für eine Rehaklinik ist beispielsweise eine Zertifizierung durch die DDG. Zudem haben Patienten bei der Auswahl der Rehaklinik ein Wunsch- und Wahlrecht. So heißt es in § 9, Absatz 1, Satz 1, Sozialgesetzbuch IX: „Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen.“ Wird der Wunschklinik dann doch nicht zugestimmt, hat man die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen.

Quelle: Befund Diabetes 3/2016

01.12.16

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