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Migräne ist das Produkt aus mehreren Genen und Umweltfaktoren

09.02.09.

Chromosom

Foto: Shutterstock

Ob ein Mensch zum Migräniker wird, hängt jeweils zur Hälfte von seinen Genen und von Umweltfaktoren ab. Dies belegt eine neue Studie amerikanischer Forscher mit Zwillingen. Darüber berichtet die Deutsche
Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Kopfschmerz-News.

Erbfaktoren spielen bei der Entstehung einer Migräne eine Rolle. Dies belegen zahlreiche Untersuchungen an Zwillingen. Ebenso wissen Experten, daß die Migräne in manchen Familien gehäuft auftritt. Unklar war jedoch bislang, wie stark der Einfluß der Gene ist und welche Rolle Umweltfaktoren bei der Entstehung dieser Kopfschmerzform spielen. Diese offene Frage hat nun ein US-Forscherteam von der Universität von Kansas beantwortet: Erbe und Umwelt sind jeweils zu 50 Prozent für die Erkrankung verantwortlich.

Die Forscher untersuchten insgesamt 154 weibliche Zwillingspaare, die zusammen und 43, die getrennt aufgezogen wurden. Erwartungsgemäß litten in der Gruppe der eineiigen Zwillinge, deren Erbgut identisch ist, beide Frauen häufiger an einer Migräne als in der Gruppe der zweieiigen Paare. Diese Beobachtung belegt den Einfluß des Erbgutes. Wurden die Zwillingspaare gemeinsam aufgezogen, litten sie darüber hinaus häufiger unter einer Migräne als die getrennt aufgewachsenen – und zwar unabhängig davon, ob sie eineiig oder zweieiig waren. Dies ist der Hinweis auf den Anteil der Umweltfaktoren.

Aus ihren statistischen Analysen folgern die Wissenschaftler, daß die genetische Ausstattung etwa zur Hälfte für den Ausbruch einer Migräneerkrankung verantwortlich ist – die andere Hälfte steuern Umweltfaktoren bei. Aufgrund weiterer Berechnungen kommen die Forscher auch zu dem Schluß, daß nicht nur ein Gen, sondern mehrere Gene zusammen das Erb-Teil einer Migräne ausmachen.

Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)

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