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Symptome im Überblick

Die Symptome und Begleit-/Folgeerkrankungen der Multiplen Sklerose sind vielfältig (multipel), es können also ganz unterschiedliche Bereiche und Funktionen betroffen sein. Die Symptome können mehr oder weniger stark ausgeprägt sein, anhaltend oder ...

 

Verbesserte Diagnose der Multiplen Sklerose

Bei der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose sind sowohl die Nervenzellen der weißen als auch der grauen Substanz in Hirn und Rückenmark angegriffen. Ausgerechnet in der klinisch besonders relevanten grauen Hirnsubstanz ließen ...

 

Diagnose

Dem vorangestellt ist jedoch eine gründliche Ermittlung der individuellen Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), sodass bereits in der Vergangenheit aufgetretene MS-Symptome, die als solche nicht erkannt wurden, identifiziert werden und andere potenzielle Ursachen ...

 

Eine Erkrankung mit vielen Erscheinungsformen

Die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose betrifft das Zentrale Nervensystem und hat somit Auswirkungen auf wesentliche körperliche Funktionen: Rückenmark und Gehirn bilden zusammen das Zentrale Nervensystem (ZNS), das für die Koordination ...

 

Besser im Bilde bei der MS

Bei der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose sind sowohl die Nervenzellen der weißen als auch der grauen Substanz in Hirn und Rückenmark angegriffen. Ausgerechnet in der klinisch besonders relevanten grauen Hirnsubstanz ließen sich ...

 

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Italienisch-deutsches Team entdeckt zellulären Marker für Multiple Sklerose

20.08.07.

Auf der Suche nach den zellulären und molekularen Ursachen der Multiplen Sklerose hat ein italienisch-deutsches Forscherteam eine Untergruppe von schützenden Immunzellen (Suppressorzellen) nachgewiesen, die bei Patienten aus bisher noch unbekannten Gründen sehr stark verringert sind. Diese Suppressorzellen tragen auf ihrer Oberfläche ein Merkmal, kurz CD39 genannt, und bauen den von zerstörtem Gewebe freigesetzten Energieträger ATP ab. Auf diese Weise scheinen sie Entzündungen einzudämmen, welche im Verlauf der Erkrankung im zentralen Nervensystem entstehen. Mit CD39 haben Dr. Giovanna Borsellino vom Labor für Neuroimmunologie der Fondazione Santa Lucia in Rom (Italien) und Dr. Olaf Rötzschke sowie Dr. Kirsten Falk vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zum ersten Mal einen zellulären Marker identifiziert, dessen Abwesenheit direkt mit der Entstehung der Krankheit in Verbindung gebracht werden kann. Wie sie in der amerikanischen Fachzeitschrift Blood (Vol. 110, Nr. 4, pp. 1225-32, 2007) berichten, könnte der Grad der Verringerung von CD39-Zellen dabei helfen, die Krankheit besser zu diagnostizieren. Bisher wird die Erkrankung durch den Nachweis von Antikörpern in der Hirnflüssigkeit diagnostiziert oder mit Hilfe der Kernspintomographie. Die Zukunft wird zeigen, ob die neue Erkenntnis auch für die Entwicklung einer Therapie nutzbar sein kann.

Bei der Multiplen Sklerose zerstören fehlgeleitete ‘autoreaktive’ Immunzellen die isolierende Hüllschicht der Nervenfasern, so dass die Weiterleitung von Nervenzell-Signalen gestört ist. Bei Gesunden hält das Abwehrsystem solche amoklaufenden Immunzellen unter anderem durch die spezielle Gruppe der Suppressorzellen, auch regulatorische T-Zellen genannt, in Schach.

Erst kürzlich haben Wissenschaftler der Universität Heidelberg herausgefunden, dass Patienten mit Multipler Sklerose nicht genügend regulatorische T-Zellen nachbilden können, so dass die überschießende Abwehraktion des Immunsystems nur unzureichend gebremst wird. Weiter haben Forschergruppen in Europa und den USA zeigen können, dass kleinste Veränderungen in der Bauanleitung zweier Gene das Risiko an Multipler Sklerose zu erkranken, leicht erhöhen. Diese Gene enthalten die Bauanleitung für die Oberflächenmarker CD25 und CD127 auf regulatorischen T Zellen. Sie werden auch als Interleukin 2 bzw.
Interleukin 7 bezeichnet und steuern die Aktivierung dieser Immunzellen.

Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

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