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Neues orales MS-Medikament in Studie Erfolg versprechend

07.01.09.

Zukünftig könnte die orale Formulierung des Arzneistoffs Cladribin eine weitere Behandlungsoption bei Multipler Sklerose darstellen. Laut einem Bericht der Ärzte Zeitung deuten erste Ergebnisse einer klinischen Studie hierauf hin: So soll es auch ein Jahr nach Aufnahme der 1.300 Probanden in die Studie bezüglich der Arzneimittelsicherheit keine Auffälligkeit gegeben haben. Forscher heben insbesondere hervor, dass opportunistische Infektionen ausgeblieben seien.

In der placebokontrollierten CLARITY-Studie (Cladribine Tablets in treating MS orally) wird der Arzneistoff Cladribin von MS-Betroffenen mit schubförmigem Krankheitsverlauf in oraler Form getestet. Ursprünglich stammt der Wirkstoff aus der Krebstherapie und wird dort seit Ende der 1990er Jahre zur Behandlung der Haarzell-Leukämie eingesetzt. Da er hier eine selektive Verminderung der B- und T-Lymphozyten bewirkt, wäre er laut Auffassung von Prof. Patrick Vermersch aus Lille, Frankreich, prinzipiell auch für die MS-Therapie geeignet.

Hinzu komme, dass die Möglichkeit der oralen Einnahme bei gleichzeitig niedriger Einnahmefrequenz das Therapiekonzept für Patienten ansprechend gestalte und so die Compliance gewährleistet sei. Bereits in Pilotstudien konnte gezeigt werden, dass der entzündliche MS-Anteil gemildert werden konnte. Aufgrund der selektiven Dezimierung von CD8- sowie CD4-positiven T-Zellen führte Cladribin bei Probanden im MRT zu einem Rückgang der Gadolinium anreichenden Läsionen von bis zu 92 %. Die vollständigen Ergebnisse der CLARITY-Studie sollen zum Jahreswechsel vorgelegt werden.

msf

Aus Befund MS 3/08

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