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Zusammenhang von Multipler Sklerose und pathologischer Angst

24.05.09.

Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, leiden oftmals auch an Angststörungen. Als grundlegendes Merkmal einer chronischen Angststörung gilt ein andauerndes Gefühl von Furcht. Obwohl der Zusammenhang von MS und Angst bekannt ist, hat sich bislang weltweit nur eine einzige Studie mit dieser Thematik auseinandergesetzt: An 50 Patienten, die an einem schubförmig-remittierenden bzw. sekundär-progredienten Krankheitsverlauf litten, untersuchten US-amerikanische Forscher von der University of Missouri-Kansas City, welcher Zusammenhang zwischen starker Ängstlichkeit und den neuropsychologischen Symptomen sowie dem körperlichen und seelischen Allgemeinzustand besteht.

Anders als bei den 45 Personen der Kontrollgruppe berichteten die MS-Patienten im Studienverlauf vermehrt von Angstgefühlen. Die Auswertung der Untersuchung zeigte, dass die gesteigerte Sorge der MS-Patienten in Beziehung zum Fatigue-Symptom (chronischer Ermüdung) sowie zu Beeinträchtigungen des Problemlösungsvermögens, aber auch zu Schlafstörungen, dem Grad der Behinderung und Schmerzen stand. Auf Grundlage ihrer Erkenntnisse empfehlen die amerikanischen Forscher behandelnden Ärzten, bei an MS erkrankten Menschen verstärkt und systematisch auf pathologische Angstzustände zu achten und diese ggf. entsprechend zu therapieren.

Aus Neuronal 1/09

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