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Mundtrockenheit durch die Krebstherapie

Ein trockener Mund, zähflüssiger Speichel, das Gefühl, dass der Gaumen „klebt“ – die Speichelproduktion kann sowohl durch Chemotherapie, besonders aber durch Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich beeinträchtigt und gestört werden. Dabei können auch ein Brennen oder sogar Schmerzen auftreten. Häufig treten dann auch Beschwerden beim Schlucken, Schmecken oder Sprechen auf. Auch die Nahrungsaufnahme fällt mitunter sehr schwer.

Mundtrockenheit ist jedoch nicht nur unangenehm, sondern kann auch problematisch sein, da sich das Risiko für Entzündungen und Infektionen der Mundschleimhaut und angrenzender Gewebe erhöht, betont der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Wenn Patienten Verletzungen im Mund bemerken, sollten sie daher umgehend mit ihrem Strahlentherapeuten in Verbindung treten.

Was tun bei Mundtrockenheit?

Eine wichtige Maßnahme, um Entzündungen zu vermeiden, ist zudem eine gute Mund- und Zahnpflege, die gründlich, aber schonend sein sollte. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) rät zu einer Zahnbürste mit weichen Borsten und Mundspülungen, z. B. mit Salbeitee oder Kochsalzlösungen. Auch auf seine Lippen sollte man achtgeben: Damit sie nicht austrocknen, helfen Pflegestifte oder Balsame.

Trinken sollte man in kleinen Schlucken, um Mund und Lippen zu befeuchten, so die DKG weiter. Auch die Mahlzeiten sollten in kleinen Bissen eingenommen werden und dafür häufiger stattfinden. Wichtig ist beim Essen zudem, dass man lange kaut. Trockene, krümelige Lebensmittel sollte man nicht verwenden, sondern eher weiche, flüssigkeitsreiche Speisen wie Kompott oder Suppe. Zudem sollte man keine Speisen essen, die die Schleimhaut reizen oder austrocknen, z. B. durch viel Salz oder starke Gewürze. Wenn keine Entzündung der Mundschleimhaut vorliegt, können zudem Kaugummis oder saure Bonbons die Speichelbildung stimulieren.

Nicht immer helfen diese Maßnahmen: In manchen Fällen, vor allem bei Patienten unter Strahlentherapie, deren Speicheldrüsen geschädigt sind, wird sog. künstlicher Speichel eingesetzt. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes ist dieser Speichelersatz ähnlich zusammengesetzt wie der natürliche Speichel. Angeboten wird er als Spray, Mundgel oder Mundspülungen. Das Mittel darf nicht zu säurehaltig sein, daher sollte man sich von seinem Arzt bei der Auswahl beraten lassen. Zudem gibt es Medikamente, die den Speichelfluss anregen können, so der Krebsinformationsdienst.

Quelle: Befund Krebs 3/2014

28.11.14

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