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Narbenpflege

Nach Verletzungen, Wunden oder Operationen ist der Körper bemüht, die betroffene Stelle so schnell wie möglich zu reparieren. Bei diesem Heilungsprozess kommt es zur Entstehung von Narben. Im besten Fall bleibt am Ende nur noch eine helle Stelle auf der Haut zurück, es kann jedoch auch zur Narbenbildung kommen.

Bei einer gestörten Narbenbildung kann es zu atrophen oder hypertrophen Narben sowie zur Bildung eines Keloids kommen. Bei atrophen Narben hat eine Zerstörung des Bindegewebes stattgefunden, wodurch sich die Haut nach innen zieht. Hypertrophe Narben hingegen gehen mit einem Überschuss an Bindegewebe einher, wodurch sich die Haut nach außen wölbt. Es kann zu Juckreiz und einer rötlichen Färbung der Haut kommen. Von einem Keloid spricht man, wenn das Bindegewebe über die Wundränder hinaus wuchert und somit auch gesundes Gewebe betroffen ist. Es kommt zur einer Wulstbildung, die mit Juckreiz und Schmerzen einhergehen kann. Die betroffene Haut ist i. d. R. rot verfärbt.

Den Heilungsprozess unterstützen

Damit die Haut möglichst gut verheilen kann, sollte man ein paar Dinge berücksichtigen. Vor allem frische Narben sollten keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzt werden. Lässt sich dies nicht vermeiden, empfiehlt es sich, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen. Weiterhin sollte man darauf achten, dass an der entsprechende Stelle keine scheuernde oder einschnürende Kleidung getragen wird. Wichtig ist auch eine gute Pflege der Narbe, z. B. durch das regelmäßige Einmassieren von fettenden Cremes.

Die richtige Pflege bei Narben

Mit der Narbenpflege sollte möglichst früh nach dem Zuheilen der Wunde begonnen werden. Dabei ist vor allem Zeit und Geduld gefragt, denn die Pflege der Narbe sollte täglich über einen Zeitraum von mehreren Monaten erfolgen. Die verwendeten Cremes und Salben sollten dabei vor allem einen rückfettenden Effekt haben, da Narben keine Talgdrüsen haben und so schneller austrocknen.

Wirkstoffe die die Narbenbildung positiv beeinflussen können sind z. B. Dexpanthenol oder Ringelblumenextrakt. Auch die Verwendung von Zwiebelextrakt kann laut Leitlinie zur Therapie pathologischer Narben als Zusatztherapie bei der Pflege hypertropher Narben empfohlen werden. Zur Minderung des Juckreizes können Cremes mit Allantoin verwendet werden und um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen eignet sich Harnstoff.

Wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet, können für die Pflege von Narben auch Silikonpflaster, -folien, -gels oder -sprays verwendet werden. Diese bedecken die oberste Hautschicht und schützen so vor äußeren Einflüssen. Darüber hinaus erhöhen sie die Wasserkonzentration der Haut (Hydration) und beugen damit der Bildung von Bindegewebe vor.

Quelle: Patient und Haut 1/2015

02.02.16

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