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Was verbirgt sich hinter Naturkosmetik?

Naturkosmetik soll ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen, wie pflanzliche Fette, Öle und Wachse hergestellt sein. Synthetische Substanzen, wie z. B. Parabene oder Silikone, dürfen in den Produkten nicht enthalten sein. Des Weiteren soll der Begriff Naturkosmetik auch für einen umweltschonenden und ethisch vertretbaren Herstellungsprozess stehen. Hierbei sollen die pflanzlichen Rohstoffe möglichst ökologisch kontrolliert angebaut sein. Darüber hinaus dürfen die Tests bezüglich der Verträglichkeit des Endprodukts nicht unter Verwendung von Tierversuchen erfolgen.

Folgende Beispiele zeigen die Vielfalt der möglichen natürlichen Inhaltsstoffe. Es wird z. B. der Extrakt aus der Rosskastanie verwendet, der entzündungshemmende Eigenschaften besitzen soll und deshalb für empfindliche Haut geeignet sei. Das Kukuinussöl ist reichhaltig an ungesättigten Fettsäuren und soll so die Haut regenerieren. Die Ringelblume als Inhaltsstoff soll wundheilungsfördernd sein und Entzündungen hemmen. Cremes mit Aloe Vera sollen feuchtigkeitsspendend wirken und einen möglichen Juckreiz mildern. Gegen trockene, entzündete oder schuppige Haut kann eine Creme mit dem Nachtkerzenöl verwendet werden. Das Jojobaöl soll die Haut feucht und elastisch halten. Ggf. kann es auch gegen bestimmte Keime schützend wirken. Präparate mit Arganöl schützen vor der Austrocknung der Haut und können den Juckreiz lindern. Arganöl enthält Linolsäure, was wiederum auch in der Haut vorkommt und der Regeneration der Haut zugute kommen könnte.

Der Begriff Naturkosmetik ist in Deutschland nicht in einem Gesetz verankert. Es gibt aber eine Reihe von Organisationen, die anhand von bestimmten Kriterien Naturkosmetika prüfen und Siegel vergeben.

Zertifizierungen

Der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e. V. (BDIH) prüft z. B. anhand bestimmter Kriterien u. a. Naturkosmetik. So müssen die pflanzlichen Rohstoffe aus ökologisch kontrollierten Materialien hergestellt sein. Tierische Rohstoffe dürfen nur enthalten sein, wenn sie ein Produkt von Tieren sind (z. B. Honig oder Milch). Bei der Forschung und bei den Kontrollen dürfen keine Tierversuche durchgeführt werden. Säuren, Salze und Laugen (mineralische Rohstoffe) können Verwendung finden. Die Zertifizierung gibt bestimmte Herstellungsprozesse vor. Bestimmte Konservierungsstoffe können verwendet werden, diese müssen aber ausgewiesen werden. Eine Bestrahlung mit Radioaktivität ist nicht erlaubt.

ICADA – international cosmetic and detergents association Verein hat die Bio- und Naturkosmetik-Richtlinie entwickelt, anhand derer Produkte zertifiziert werden. Auch hier sollen die Ausgangsmaterialien aus ökologischem Anbau stammen.

Bei den von Naturland – Verband für ökologischen Landbau e. V. zertifizierten Naturkosmetika müssen die verwendeten Rohstoffe zu 95 % aus von Naturland kontrolliertem Anbau stammen. Verboten sind u. a. synthetische Inhaltsstoffe und die sog. Nanopartikel.

Der Bundesverband der Naturkosmetiker/innen e. V. – buvena nennt weitere Siegel:

  • ECOCERT ist ein Siegel der Umweltkontroll-Organisation Ecocert
  • NaTRUE ist ein Siegel der Interessengemeinschaft der europäischen Naturkosmetikfirmen
  • NCCO – certified natural cosmetics, dieses Siegel wird an Unternehmen vergeben, deren vollständiges Sortiment den Richtlinien entspricht

Quelle: Allergikus 02/2014

25.08.14

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