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Diagnose von Neurodermitis

Es gibt keine spezielle Untersuchung, mit der Neurodermitis diagnostiziert werden kann. Der Arzt kann die Krankheit anhand der typischen Symptome stellen, wie starker Juckreiz, Ekzeme an typischen Stellen, chronischer (länger als sechs Monate) und schubweiser Krankheitsverlauf sowie Neurodermitis-, Asthma- und Heuschnupfen-Betroffene in der Familie.

Daneben gibt es weitere Kriterien, die Hinweise auf Neurodermitis sein können: Bei Neurodermitikern liegt häufig ein so genannter weißer Dermographismus vor, d. h. die Haut reagiert auf Kratzen nicht mit roten, sondern mit weißen Striemen. Dieses Phänomen wird auch paradoxe Gefäßreaktion genannt. Dazu kommen häufig Juckreiz beim Schwitzen, Blässe rund um den Mund, dunkle Augenringe, eine stärkere Zeichnung der Hautlinien und eine angeborene doppelte untere Lidfalte. Außerdem haben Neurodermitiker häufiger Hautinfektionen mit Viren als Menschen ohne Neurodermitis.

Allergietests können zur Diagnose einer Neurodermitis sinnvoll sein

Da Neurodermitiker häufig auch unter Allergien z. B. gegen Lebensmittel leiden, sind Allergietests meist sinnvoll, um mögliche neurodermitisverstärkende Stoffe herauszufinden. Die Allergien können behandelt oder die allergenen Stoffe gemieden werden, damit sie die Erkrankung nicht mehr negativ beeinflussen können. Aufgrund der oben erwähnten nicht gesunden Darmflora bei den meisten Neurodermitikern ist es häufig auch sinnvoll, eine Stuhluntersuchung vorzunehmen.

Auslöser finden

Ist Neurodermitis diagnostiziert, gilt es die auslösenden Reize herauszufinden. Denn wenn man die Auslöser kennt, kann man sie meiden oder – im Falle von Allergien oder Dysbiose – behandeln und so die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Ausbruchs der Krankheit möglichst gering halten. Bei der Suche nach den Auslösern ist der Betroffene selbst gefragt. Je genauer er sich und den Verlauf seiner Krankheit beobachtet und dokumentiert, umso leichter fällt es, die Provokationsfaktoren zu identifizieren. Durch eine umfangreiche und ausführliche Diagnostik ist es möglich, eine individuell optimale Behandlung vorzunehmen.

Myriam Spätling

07.03.13

Diagnose
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