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Kleidung mit antibakteriellem Wirkpotenzial

Wie Neurodermitiker von Silbertextilien profitieren können

Bei der Behandlung von Neurodermitikern wird neben der gezielten Anwendung von Hautpflegeprodukten und/oder Medikamenten zusätzlich auch Einsatz von sog. Silbertextilien als ergänzende Maßnahme diskutiert: Den Silberteilchen in der Spezialkleidung wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben, die unerwünschte Hautreaktionen eindämmen soll. Zusätzlich sollen Betroffene durch die Spezialwäsche daran gehindert werden, bei starkem Juckreiz die geschädigten Hautareale aufzukratzen.

Atopische (allergische) Haut weist häufig eine gestörte Barrierefunktion auf, sodass eine Reizung durch äußere Faktoren leichter entsteht als bei gesunden Personen. Neben mechanischen oder allergischen Einflüssen sind betroffene Patienten besonders für Bakterien anfällig. Durch das Tragen der versilberten Textilien soll es hier u. a. zu einer Reduktion des Befalls mit Staphylococcus aureus kommen, einem Krankheitskeim, der sich auf der vorgeschädigten Haut von Neurodermitikern leicht ansiedeln und dort zu weiteren nässenden Entzündungsherden führen kann.

Wirkmechanismus

Die positiv geladenen Ionen der versilberten Textilfasern sollen nach Angaben der Hersteller neben dem Bakterium Staphylococcus aureus auch Keime wie Pseudomonas aeruginosa und Candida albicans absorbieren können, die eine elektronegative Ladung besitzen: Durch die Reaktion der Ionen mit den Eiweißen (Proteine) der Krankheitserreger komme es zur einer biochemischen Reaktion (Denaturierung), in deren Folge die Keime absterben.

Herstellung der Spezialkleidung

Silbertextilien werden in der Regel aus Stoffen hergestellt, in denen Baumwolle oder Seide mit Silber verwoben ist. Dabei ist die Oberfläche der einzelnen Fasern zu 100 % flächendeckend versiegelt, sodass der Gesamt-Silberanteil je nach Modell bei ca. 20 % liegen kann. Bei der Fertigung der einzelnen Kleidungsstücke wird das Silber in den Fasern so fest verankert, dass Hersteller eine Wirkungsminderung auch noch nach vielen Waschgängen ausschließen. Hierfür scheinen auch Studien zu sprechen, in denen Probanden nach Tragen der Spezialwäsche eine subjektiven Linderung der Symptome des atopischen Ekzems (Neurodermitis) wie Juckreiz und Hautrötung verspürten. Auch wenn diese positiven Resultate für betroffene Patienten Anlass zur Hoffnung geben, stehen weitere Studien, in denen die objektiven Eigenschaften der Spezialkleidung wissenschaftlich untersucht werden, noch aus.

aus Allergikus 04/08

27.01.09

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