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Neurodermitis bei Kindern behandeln

Neurodermitis tritt häufig zum ersten Mal im Kindes- oder Säuglingsalter auf. Man geht davon aus, dass etwa 10 % der Kinder und ungefähr 3 % der Erwachsenen in den Industrieländern von der Krankheit betroffen sind. In vielen Fällen verschwindet Neurodermitis im Schulalter.

Man unterscheidet verschiedene Erscheinungsformen von Neurodermitis, die sich je nach Alter unterscheiden: Im Säuglingsalter gilt Milchschorf als erstes Anzeichen einer späteren Neurodermitis. Aber nicht jedes Baby mit Milchschorf entwickelt später Neurodermitis. Ab dem Alter von ein bis zwei Jahren können Ekzeme des Kindesalters entstehen, wie sie von Ärzten genannt werden.

Konsequente Therapie erforderlich

Durch eine konsequente Therapie können die Symptome gelindert oder sogar Symptomfreiheit erreicht werden. Aber auch bei Erscheinungsfreiheit bleibt die Veranlagung bestehen, sodass auch weiterhin besonders auf eine individuell abgestimmte Hautpflege geachtet werden muss. Generell gilt für Neurodermitiker, dass sie Stoffe, die die Krankheit verschlimmern, meiden und ihre Allergien behandeln lassen sollten. Bei Stoffen, mit denen Kinder alltäglich in Kontakt kommen, wie z. B. Hausstaubmilben, kann der Arzt eine Hyposensibilisierung durchführen, damit die Allergie die Neurodermitis nicht zusätzlich verschlimmert.

Die tägliche Hautpflege

Da die Auslöser der Krankheit vielfältig und individuell verschieden sind, gibt es kein einheitliches Therapieschema. Tendenziell lässt sich sagen, dass für die Pflege der Haut immer mindestens vier Präparate vorhanden sein sollten. Für die tägliche Hautpflege eignen sich Cremes, Emulsionen, Lotionen oder Milch mit einer weniger fetten Grundlage. Ist die Haut rissig und sehr trocken bieten sich Salben mit einer fetten Grundlage an. Bei nässender Haut können feuchte Umschläge mit abgekochtem Wasser, Kochsalzlösung oder schwarzem Tee verwendet werden. Außerdem bieten sich Schüttelmixturen an, die aus festen und wässrigen Anteilen bestehen, die durch Schütteln miteinander verbunden werden. Generell ist bei allen Präparaten darauf zu achten, dass keine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe vorliegt. Für die Hautpflege sollten sich Eltern bewusst Zeit nehmen und sie als festen Bestandteil in den Tagesablauf des Kindes integrieren. Die Pflege der Haut sollte so selbstverständlich werden wie das tägliche Zähneputzen. Wenn Salbe oder Creme sanft einmassiert wird, wird das meist als angenehm empfunden. Eine leichte Massage fördert außerdem die Durchblutung und die Wirkstoffe können besser aufgenommen werden.

Eltern können Risiko reduzieren

Eltern können darüber hinaus vorbeugend etwas tun, um das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, für ihre Kinder zu mindern. Stillen, mindestens sechs Monate, scheint dem Ausbruch der Krankheit entgegenzuwirken. Zudem wird empfohlen, keine Haustiere mit Fell zu halten, wenn bei Kindern ein erhöhtes Risiko für atopische Krankheiten vorliegt. Es scheint auch günstig zu sein, zumindest während der ersten zwei Lebensjahre auf bestimmte Nahrungsmittel wie Fisch, Soja, Eier und Erdnüsse zu verzichten. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, zumindest in Gegenwart des Kindes nicht zu rauchen.

Myriam Spätling

10.01.07

Neurodermitis bei Kindern
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