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Nicht-invasive Beatmung

In der Empfehlung zur Prävention der beatmungsassoziierten Pneumonie der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut wird die nicht-invasive Beatmung wie folgt definiert: Die nicht-invasive Beatmung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Überdruckbeatmung ohne Intubation erfolgt. Dies geschieht über unterschiedliche Atemmasken. Bei einer respiratorischen Globalinsuffizienz (ventilatorische Insuffizienz), wie bei einer exazerbierten COPD oder einem Lungenödem, kann die nicht-invasive Beatmung indiziert sein.

Die nicht-invasive Beatmung bei COPD erfolgt anhand von bestimmten Kriterien. Das entscheidende Kriterium ist hierbei die chronische Hyperkapnie (erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut) in Kombination mit einer ventilatorischen Insuffizienz (der Körper kann die notwendige Aufgabe der Sauerstoffaufnahme und der Kohlendioxidabgabe nicht mehr durchführen) und einer Beeinflussung der Lebensqualität. Wenn eines der weiteren Kriterien, nach der S2-Leitlinie Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V., zusätzlich hinzukommt, ist die nicht-invasive Beatmung durchzuführen.

Es gibt unterschiedliche Atemmasken, wie z. B. die Nasenmundmaske, die Nasenmaske, die Mundmaske, Mundstücke oder Ganzgesichtsmasken. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. nennt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Applikationshilfen. So bieten die Nasenmasken den meisten Patienten den meisten Komfort. Es kann aber während des Schlafs zu einem Ausatmen und so zu einem Sauerstoffverlust kommen, der wiederum die Schlaf- und die Beatmungsqualität beeinflussen kann. Die Nasenmundmaske kann dieses Problem vermeiden. Bei einer Unverträglichkeit gegen die Nasenmundmaske kann ein Kinnband angewendet werden, um die orale Abgabe des Sauerstoffs zu vermeiden. Darüber hinaus können auch Ganzgesichtsmasken eingesetzt werden. Mundmasken stellen eine Alternative zu den Nasenmasken dar, vor allem wenn die Beatmungszeiten sehr lang sind. Sie entlasten i. d. R. die Auflagestellen auf der Nase.

Allgemein sind Masken in verschiedenen Größen vorhanden. Maßgeschneiderte Masken können ggf. sinnvoll sein, wenn hohe Beatmungsdrücke nötig sind. Auch sehr lange Beatmungszeiten können eine maßgeschneiderte Maske indizieren. Es kann u. U. bei einer nicht passenden Maske zu Problemen kommen. Bei möglichen körperlichen Veränderungen kann es notwendig sein, die Maske anzupassen. I. d. R. sollte der Betroffene mindestens eine Maske in Reserve bereithalten. Auch ist es möglich, bei einer längeren Beatmungszeit mehrere Masken im Wechsel zu benutzen, um die Druckbelastung zu verteilen.

Der Verband Pneumologischer Kliniken (VPK) rät, wie das Ärzteblatt berichtet, zur nicht-invasiven Beatmung, da bei dieser Beatmungsform die Patienten weniger unter Atemwegsinfekten oder Lungenentzündungen leiden würden als bei der invasiven Beatmung. Die Beatmungsmasken sind i. d. R. mit Filtern ausgestattet, die das Eindringen von Erregern minimieren würden und des Weiteren kann der Patient leichter Schleim mit Krankheitserregern abhusten. Da die Maske vom Patienten abgenommen werden kann, kann er sich auch eher verständigen und selbstständig Nahrung aufnehmen.

Quelle: COPD und Asthma 3/2014

26.02.15

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