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Nicht-invasive Beatmungstherapie bei COPD

Nicht-invasive Beatmung bei hyperkapnischer Störung

Sinnvoll ist eine nicht-invasive Beatmung bei COPD z. B., wenn weniger Kohlendioxid aus dem Blut abgegeben wird (Hyperkapnie), wodurch sich die Aufnahme von lebenswichtigem Sauerstoff ebenfalls vermindert, wie es z. B. bei einer akuten Verschlechterung einer COPD der Fall ist. Grund des Atemversagens ist hauptsächlich die vermehrte Atemarbeit. Mit der Beatmung soll die Atemmuskulatur entlastet und so einer Erschöpfung der Atempumpe vorgebeugt werden. Denn ist die Atempumpe erschöpft, ist die Atmung unzureichend und die Lungen werden nicht mehr richtig belüftet – Sauerstoffaufnahme und die Kohlendioxidabgabe sind eingeschränkt.

Während der maschinellen Beatmung übernimmt das Beatmungsgerät die Arbeit des Zwerchfells, das sich während dieser Zeit erholen kann. Ähnlich einem Wanderer, der nach langer Wanderung Pause macht und seine Beinmuskulatur entspannt. Nach der Auszeit können die Muskeln des Zwerchfells mit frischer Kraft eingesetzt werden. Der COPD-Betroffene kann seinen normalen Alltag ohne Beatmungsgerät wieder besser meistern und hat weniger Luftnot. Wie lang beatmet werden muss, hängt allerdings von der Schwere der Erkrankung ab. Die Beatmungszeiten werden in spezialisierten pneumologischen Zentren u. a. anhand der Beschwerden und den Blutgaswerden in den Arterien ermittelt. Normalerweise wird zwischen acht und 14 Stunden täglich maschinell beatmet – und zwar nachts.

Probleme mit der nicht-invasiven Beatmung

Probleme bereiten Betroffenen bei der nicht-invasiven Beatmung ausgetrocknete Schleimhäute. Grund hierfür ist der ständige Luftstrom. Abhilfe kann ein Warmluftbefeuchter bringen, der dazwischengeschaltet wird und der den Luftstrom erwärmt und befeuchtet. Das Wasser für den Warmluftbefeuchter sollte steril sein.

Wichtig ist zudem, dass die Masken nicht drücken und keine undichten Stellen (Leckagen) auftreten. Kommt Luft in den Magen, können Blähungen, Übelkeit und Völlegefühl auftreten. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Maskentypen kann manchmal maskenbedingte Probleme wie beispielsweise Druckstellen verhindern. I. d. R. wird für die nicht-invasive Beatmung eine Nasenmaske verwendet. Eine Alternative können Nasen-Mundmasken darstellen. Allerdings können diese unangenehmer sein als die herkömmliche Nasenmaske. Im Einzelfall können Mundstücke benutzt werden.

Eine nachlassende Effektivität der Beatmung kann zum einem daran liegen, dass sich die Krankheit verschlechtert hat. In diesem Fall sollte der Betroffene ein Beatmungszentrum aufsuchen, das dann das Beatmungsgerät neujustieren wird. Zum anderen kann aber auch ein technischer Defekt vorliegen, also Beatmungsgerät oder Maske können defekt sein. Hier ist der Hilfsmittelanbieter der richtige Ansprechpartner. Diese haben häufig auch einen Notdienst.

Quelle: COPD und Asthma 2/2017

14.08.17

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