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Obst – Freund oder Feind des Diabetikers?

Obst ist gesund und für Diabetiker geeignet, wenn sie beim Verzehr der süßen Früchte gut auf ihren Blutzuckerspiegel achten. Diaetologin Barbara Emsenhuber vom Arbeitskreis Ernährung und Diabetes des Verbandes der Diaetologen Österreichs gibt wichtige Hinweise, damit der Genuss von Obst für Diabetiker keine negativen Auswirkungen hat.

Obst enthält von Natur aus Zucker und hat eine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Diabetiker, die Broteinheiten (BE) einhalten, müssen das Obst entsprechend nach BE berechnen und die Insulinmenge darauf abstimmen. Wichtig ist die regelmäßige Blutzuckerkontrolle. Wenn zu große Mengen Obst auf einmal oder überreifes bzw. zuckerreiches Obst gegessen werden, spiegelt sich dies in einem höheren Blutzuckerspiegel wider. Obst in Form von Fruchtsäften enthält konzentriert Zucker in flüssiger Form, der den Blutzuckerspiegel sehr rasch ansteigen lässt. Davon wird Diabetikern abgeraten. Im Falle einer Unterzuckerung ist Fruchtsaft durch seinen hohen Zuckergehalt und seine rasche Aufnahme ins Blut jedoch ein wichtiges Mittel, um den Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit wieder ansteigen zu lassen.

Regionales und saisonales Obst bevorzugen

Überreifes Obst, wie etwa eine sehr weiche Birne, enthält relativ viel Zucker. Besonders zuckerreiche Obstsorten sind Kirschen, Zwetschken, Weintrauben und Bananen. Die individuelle Blutzuckerwirkung kann durch die regelmäßige Blutzuckerkontrolle überprüft werden. Empfehlenswert ist die Kombination von Obst mit einem fettarmen Milchprodukt, z. B. kann man Erdbeeren mit einem Naturjoghurt mischen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an.

So wie in der gesunden Ernährung üblich, wird auch Diabetikern empfohlen, zwei Stück Obst pro Tag zu essen. Eine Portion entspricht einer Handvoll Obst. Obst enthält nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.

Vorsicht beim Verzehr von Trockenobst

Durch den Trocknungsprozess wird dem Obst Wasser entzogen, der Zucker bleibt aber im Obst. Schon kleine Mengen Trockenobst enthalten viel Zucker und meist wird vergleichsweise mehr gegessen als von Frischobst. Aus diesem Grund ist im Hinblick auf die Blutzuckerwirkung besondere Achtsamkeit geboten. Das meiste Dosenobst ist in gezuckerte Flüssigkeit eingelegt und aus diesem Grund ungünstig für die Ernährung des Diabetikers. Kompott kann sehr einfach selbst zubereitet werden – ohne Zucker, bei Bedarf mit wenig Süßstoff. Wenn keine Magen-Darm-Probleme vorliegen, ist frisches Obst zu bevorzugen.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 02/2013

15.01.14

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