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Das leisten onkologische Zentren

Onkologische Zentren liefern eine umfassende und leitliniengerechte Versorgung für Krebspatienten – für die Behandlung einer Tumorerkrankung ist ein onkologisches Zentrum daher immer eine gute Wahl.

Die Diagnose Krebs ist für viele Betroffene zunächst einmal ein Schock – zugleich stellen sich viele Fragen, z. B.: Was ist die richtige Behandlung für mich? Welchem Arzt, welcher Klinik kann ich vertrauen? Hierbei sollen die Zertifizierungen der Deutschen Krebsgesellschaft weiterhelfen. Neben Organkrebszentren gibt es dabei auch die Zertifizierung zu einem onkologischen Zentrum.

Das Besondere an einem onkologischen Zentrum ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen und die Ausrichtung auf die verschiedenen Krebserkrankungen, erklärt Priv.-Doz. Dr. Peter Reichardt, Berlin-Buch. „In einem onkologischen Zentrum arbeiten alle Fachbereiche, die mit Tumorerkrankungen befasst sind, eng zusammen, beispielsweise die medizinische Onkologie, die operativen Disziplinen wie Chirurgie, Urologie oder Frauenheilkunde sowie Strahlentherapie, Experten aus Radiologie und Pathologie. Das Ziel ist, dass der Patient die bestmögliche Therapie bekommt.“

In einem onkologischen Zentrum kann der Patient zudem sicher sein, dass er für seine Krebserkrankung die richtige Versorgung erhält. „Die zertifizierten Organzentren arbeiten auf die gleiche Weise leitliniengerecht und interdisziplinär zusammen. Der Unterschied ist, dass sich diese auf eine spezifische Tumorerkrankung spezialisiert haben, beispielsweise nur Brustkrebs oder Darmkrebs. Ein onkologisches Zentrum bietet hingegen eine umfassende Versorgung bei allen Tumorerkrankungen. D. h., egal, um welche es sich handelt – man ist immer an der richtigen Adresse. Onkologische Zentren müssen daher sehr hohe Fallzahlen aufweisen und sind nur an großen Kliniken angesiedelt“, erläutert Dr. Reichardt.

Tumorboard: Interdisziplinäres Gremium

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen wird dabei durch das sog. Tumorboard gesichert – eine Konferenz, bei der Fachärzte aus den verschiedenen Bereichen jeden einzelnen Patienten besprechen und über die bestmögliche Therapie entscheiden. „Ich persönlich schätze diese Zusammenarbeit sehr, sie ist unverzichtbar“, betont Dr. Reichardt. „Die Behandlung von Krebserkrankungen ist heutzutage sehr komplex. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist sichergestellt, dass jeder Experte seinen Teil zur Therapieentscheidung beiträgt.“ Doch nicht nur die medizinische Versorgung ist Bestandteil der interdisziplinären Zusammenarbeit in onkologischen Zentren, auch eine umfangreiche und für den Patienten unkomplizierte Vernetzung mit Psychoonkologie, Seelsorge, Sozialdienst, Selbsthilfegruppen sowie niedergelassenen Ärzten muss für eine erfolgreiche Zertifizierung bestehen.

Forschung wichtig an onkologischen Zentren

Ein weiterer Schwerpunkt von onkologischen Zentren ist die Forschung – hierbei geht es vor allem um klinische Studien, in denen neue Medikamente und Behandlungsmodalitäten erforscht werden, aber auch unterstützende Therapieoptionen wie Hyperthermie. „Klinische Studien sind an onkologischen Zentren ein wichtiger Bestandteil und werden auch für die Zertifizierung gefordert“, sagt Dr. Reichardt. „Für den Patienten bietet das den Vorteil, dass er auf diesem Wege Zugang zu ganz aktuellen Therapiemöglichkeiten erhält. Dies kann bei allen Krebserkrankungen sehr sinnvoll sein, sowohl bei seltenen, bei denen es darum geht, überhaupt wirksame Therapien zu entwickeln, als auch bei häufigen Krebsarten, bei denen es viele Behandlungsmöglichkeiten gibt, aber trotzdem weiter nach noch besseren Therapien geforscht wird.“

Onkologische Zentren lässt die Deutsche Krebsgesellschaft durch das unabhängige Institut OnkoZert zertifizieren. Dafür kommen Experten zu den sog. Audits in die jeweilige Klinik und prüfen anhand eines Erhebungsbogens, ob die Einrichtung alle Punkte für die Zertifizierung als onkologisches Zentrum erfüllt. Ist dies der Fall, wird das Zertifikat für drei Jahre ausgestellt. Nach Ablauf dieser Zeit kann sich die Klinik in einem ähnlich umfangreichen Verfahren erneut zertifizieren lassen – in der Zwischenzeit sind stichprobenartige Kontrollaudits möglich. Dr. Reichardt rät an Krebs erkrankten Menschen, sich an ein zertifiziertes Zentrum, wenn möglich, auch an ein onkologisches Zentrum zu wenden. „Dann erhält man eine Rundum-Betreuung mit einer sehr hohen Versorgungsqualität. Und, was besonders wichtig ist: Man kann man sich sicher sein, dass man die bestmögliche Behandlung auf dem neuesten Stand erhält.“

Quelle: Befund Krebs 2/2016

21.06.16

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