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Onkologische Rehabilitation nach Brustkrebs

In den letzten Jahren hat sich in der onkologischen Rehabilitation einiges verändert. „Die präventiven und rehabilitativen Konzepte haben sich verändert. Studien belegen mittlerweile eindeutig, welchen Wert körperliche Aktivitäten für die Patientinnen besitzen. Dementsprechend gibt es in der onkologischen Rehabilitation mittlerweile zahlreiche Bewegungsprogramme“, sagt Prof. Dr. Hans Helge Bartsch, Freiburg. Die Rehabilitationsmedizin kann konzentriert auf zielgruppenspezifische Belastungen eingehen. Bereits vor Beginn der Rehabilitation erhalten die Patientinnen einen Fragebogen, mit dem Belastungen erfragt werden. „Es finden Planungsgespräche statt, um die genauen Belastungen der Frauen zu erfragen und die passende Rehabilitationsstrategie abzustimmen. Dort nehmen Patientinnen im Gegensatz zur Kur eine sehr aktive Rolle ein“, erklärt Prof. Bartsch. Ob eine Rehabilitation für eine Patientin sinnvoll ist, muss sie letztlich immer selbst entscheiden. Dabei werden vonseiten der Kliniksozialdienste, ambulanter Krebsberatungsstellen und auch vom behandelnden Arzt Hilfestellung gegeben.

Probleme verringern und Leistungsfähigkeit wiederherstellen

Damit die Patientin in der Rehabilitationsklinik aufgenommen wird, die ihren Bedürfnissen entspricht, sollte sie sich gut informieren. „Für die von der Deutschen Rentenversicherung belegten Einrichtungen gibt es sog. Reha-Therapiestandards für Brustkrebspatientinnen. Diese wurden wissenschaftlich entwickelt und enthalten Empfehlungen für Informations-, Bewegungs- und Ernährungsprogramme sowie psychosoziale Angebote einschließlich Entspannungsverfahren. Der Kostenträger garantiert also diese evidenzbasierte Qualität in der Rehabilitation“, erläutert Prof. Bartsch.

Mit einem Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung sind für die Patientin zahlreiche Vorteile verbunden. „Eine onkologische Rehabilitation kann damit nicht nur Therapiefolgestörungen verringern und die Leistungsfähigkeit wieder herstellen, sondern leistet auch einen Beitrag zur Unterstützung der Krankheitsverarbeitung, damit wieder Normalität in den Alltag zurückkehren kann“, erläutert Prof. Bartsch.

„Durch den demografischen Wandel wird gerade die Reintegration berufstätiger Frauen aber auch älterer Patientinnen in deren soziales Umfeld immer wichtiger“, erklärt Prof. Bartsch. In welche Richtung sich die onkologische Rehabilitation in Zukunft entwickeln wird, hängt auch von den sozialrechtlichen und ökonomischen Komponenten ab. „Ich gehe davon aus, dass die Rehabilitation weiterhin an Akzeptanz gewinnen wird, weil man bereits heute erkannt hat, dass nicht nur die Frauen sehr davon profitieren und damit ein sinnvoller Beitrag zum Erhalt der Gesundheit geleistet wird“, sagt Prof. Bartsch.

Quelle: Leben? Leben! 3/2014

13.06.17

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