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Peak-Flow-Meter und andere Hilfsmittel zur Kontrolle der COPD

Im Laufe der Jahre verengen sich die Bronchien von COPD-Patienten immer mehr, wodurch die Lungenfunktion zunehmend eingeschränkt wird und Beschwerden wie Atemnot bei immer geringeren Belastungen auftreten. Ein wichtiges Hilfsmittel, um den Verlauf der Erkrankung selbstständig zu überprüfen, ist das Peak-Flow-Meter, ein handliches und elektronisches Messgerät. Zum Selbsttest pustet der Patient kräftig in das Mundstück hinein. Dabei wird der höchste Wert der Atemstromstärke, der Peak Flow, ermittelt, der anschließend in ein Tagebuch eingetragen wird. Der Peak-Flow schwankt bei Patienten mit einer COPD nicht so stark wie bei Asthma-Patienten. Bei regelmäßiger Anwendung kann die Messung der Atemstromstärke dem COPD-Patienten helfen, den Krankheitsverlauf langfristig zu beobachten und schubartige Verschlechterungen zu erkennen.

Bei der Anwendung eines Peak-Flow-Meter sollten COPD-Patienten folgendes beachten:

  • Wird das Peak-Flow-Meter das erste Mal benutzt, sollten Betroffene sich die richtige Anwendung von einem Arzt oder von geschultem Personal zeigen lassen.
  • Zur Vorbereitung wird die Messanzeige ganz nach unten geschoben.
  • Das Peak-Flow-Meter sollte mit aufrechtem Oberkörper, also im Sitzen oder Stehen angewendet werden.
  • Das Gerät muss gerade, also waagerecht, vor den Mund gehalten werden.
  • Nun so tief wie möglich einatmen, das Mundstück mit den Lippen umschließen und anschließend mit einem möglichst kräftigen und schnellen Atemstoß in das Gerät ausatmen. Häufig hilft hier die Vorstellung, man müsse eine Kerze auspusten. Die Messung wird zwei- bis dreimal wiederholt. Vorsicht, die Finger dürfen die Messanzeige nicht behindern!
  • Der höchste Wert der Messungen wird in das Tagebuch eingetragen.

Bestimmung des Sauerstoffgehalts

Mithilfe eines Pulsoximeters kann der COPD-Patient zu Hause die Sauerstoffsättigung im Blut messen. Unter der Sauerstoffsättigung versteht man, wie stark Hämoglobin, ein Eiweiß-Bestandteil roter Blutkörperchen, mit Sauerstoff beladen ist. Als normal gelten Werte zwischen 93 und 96 %. Das Messgerät wird normalerweise am Finger angebracht. Es sendet zwei separate Lichtstrahlen in den Blutkreislauf. Hämoglobin nimmt, in der Fachsprache auch als absorbiert bezeichnet, dieses Licht je nachdem, wie stark es mit Sauerstoff beladen ist, unterschiedlich auf. Pulsoximeter können vom Arzt verordnet werden und werden unter bestimmten Umständen von der Krankenkasse bezahlt.

Stärkung der Atemmuskulatur

Lungentrainer sollen die Atemmuskulatur trainieren und so die Atemleistung erhöhen. Grundsätzlich kann man zwei Arten unterscheiden: Der inspiratorische Lungentrainer, bei dem das Einatmen trainiert wird, und der exspiratorische Lungentrainer, der besonders für COPD-Patienten geeignet ist, da mit diesem das vollständige Ausatmen geübt wird. Patienten mit einem Pneumothorax sollten das Atemtraining nicht durchführen. Im Zweifelsfall sollte auf jeden Fall der behandelnde Arzt um Rat gefragt werden.

Erleichterung des Abhustens

Zusätzlich zum Training der Atemmuskulatur können die Vibrationen der exspiratorischen Lungentrainer zähen Schleim, der die Bronchien verengt, lösen, sodass dieser leicht abgehustet werden kann. Besonders geeignet hierfür sind sog. PEP-Systeme. In der Atemwegsschleimhaut befinden sich Flimmerhärchen, die durch die ständige Reizung gestört werden. Die Folge ist, das sie es nicht mehr schaffen, den Schleim abzutransportieren. Verbleibt dieser jedoch in den Bronchien, bildet das den idealen Nährboden für Bakterien. Infektionen können so entstehen.

Die Inhalation von beispielsweise physiologischer Kochsalzlösung kann den Schleim in den Atemwegen verflüssigen, sodass es leichter abgehustet werden kann. Verschiedene Vernebler wie der Ultraschallvernebler oder der Düsenvernebler können zu diesem Zweck ohne Zumischung eines Medikaments, also nur mit physiologischer Kochsalzlösung, verwendet werden. Sie erzeugen einen feinen Flüssigkeitsnebel, der nach dem Einatmen bis tief in die Bronchien gelangt (Tiefeninhalation). Auch eine optimale Luftfeuchtigkeit kann den zähen Schleim in den Bronchien verflüssigen. Für die Wohnung bieten sich hier Raumluftbefeuchter oder Luftwäscher an.

Quelle: COPD und Asthma 2/2015

25.08.15

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