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Koronare Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit, kurz KHK, zählt heute zu den häufigsten Volkskrankheiten weltweit. Die koronare Herzkrankheit ist in vielen Fällen der Auslöser für einen Herzinfarkt, macht sich jedoch häufig gar nicht oder erst sehr spät durch Schmerzen im Brustbereich bemerkbar. Sie ist eine Herzkrankheit, bei der die sogenannten Herzkranzgefäße, die Koronararterien, verstopft oder verengt sind.

Koronare Herzkrankheit – Wie funktioniert ein gesundes Herz?

Das Herz ist ein Muskel, der alle Organe im Körper und auch sich selbst mit Sauerstoff versorgt. Das Herz ist etwa faustgroß und 300 Gramm schwer. Es besteht aus vier Kammern. Die beiden großen Herzkammern bezeichnet man als Ventrikel, die beiden kleineren als Vorhöfe, medizinisch Atrium. Zwischen Ventrikel und Atrium befindet sich auf jeder Seite je eine Herzklappe, die wie ein Ventil funktioniert und dafür sorgt, dass das Blut nur in eine Richtung fließt. Die linke Seite des Herzens transportiert sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in den Körper, die rechte Seite pumpt sauerstoffarmes Blut zurück in die Lungen.

Dieser „Pumpvorgang“, den man selbst als Puls wahrnimmt, passiert im Ruhezustand etwa fünfzig bis achtzig Mal in der Minute. Damit das Herz diese Höchstleistung durchgehend vollbringen kann, benötigt es selbst Energie. Für die Lieferung der Energie sind die Herzkranzgefäße oder fachsprachlich Koronararterien zuständig. Diese Koronararterien zweigen sich von der Hauptschlagader, der Aorta, ab und überziehen den gesamten Herzmuskel. Die Koronarvenen sorgen für den Abtransport des sauerstoffarmen Blutes.

Können die Koronararterien den Herzmuskel nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgen, sprechen Mediziner von der koronaren Herzkrankheit.

Koronare Herzkrankheit – Was bedeutet Angina pectoris?

Die Versorgungsleitlinie Chronische Koronare Herzkrankheit unterscheidet die koronare Herzkrankheit nach verschiedenen Stärke- und Ausprägungsgraden. Bei ihrer Definition wird stets das Vorhandensein und Ausmaß von Angina pectoris als eine Art Gradmesser genommen. Angina pectoris ist das häufigste Symptom der koronaren Herzkrankheit.

Wenn die koronare Herzkrankheit so weit fortgeschritten ist, dass es in einzelnen Bereichen des Blutkreislaufs rund um das Herz zu Sauerstoffmangel kommt, empfindet der Betroffene diesen Mangel häufig als Druck, Enge oder Schmerz in der Brustgegend. Diese Schmerzen im Brustbereich werden medizinisch als Angina pectoris bezeichnet und können in ihrer Intensität und auch ihrer Ausstrahlung in andere Regionen des Körpers sehr unterschiedlich sein.

Koronare Herzkrankheit – Was bedeutet Arteriosklerose?

In Verbindung mit der koronaren Herzkrankheit kommt auch dem medizinischen Begriff Arteriosklerose (auch Atherosklerose) eine besondere Bedeutung zu. Denn die häufigste klinische Auswirkung einer Arteriosklerose ist die koronare Herzkrankheit.

Eine Arteriosklerose entsteht häufig unbemerkt. Eine Verbindung aus Cholesterin und körpereigenen Immunzellen lagert sich in den Arterien ab. Solche Ablagerungen werden medizinisch als Plaque bezeichnet. Durch eine unbemerkte jahrelange Ablagerung verhärten sich die Gefäßwände und werden enger, weshalb das Blut nicht mehr ungehindert strömen kann. Als Folge entstehen Durchblutungsstörungen, die im Bereich des Herzens als koronare Herzkrankheit bezeichnet werden und im schlimmsten Falle einen Herzinfarkt auslösen können.

Unterscheidung nach Schweregraden der koronaren Herzkrankheit

Gemäß der Versorgungsleitlinie wird die koronare Herzkrankheit in unterschiedliche Stufen unterteilt:

Die stabile Angina pectoris als Folge der koronaren Herzkrankheit

Die Versorgungsleitlinie stützt sich in ihrer Klassifizierung der koronaren Herzkrankheit auf die Definition der Canadian Cardiovascular Society (CCS). Demnach wird nach vier Stufen der Angina pectoris als Folge der koronaren Herzkrankheit unterschieden:

  • Schweregrad I: Keine Angina pectoris bei herkömmlichen alltäglichen Belastungen, jedoch bei plötzlicher und länger andauernden physischer Beanspruchung
  • Schweregrad II: Auftreten von Angina pectoris bei stärkeren Belastungen, wetterbedingten Einflüssen wie Kälte und psychischen Belastungen
  • Schweregrad III: Auftreten von Angina pectoris bei herkömmlichen alltäglichen Belastungen
  • Schweregrad IV: Beschwerden bei kleinster Anstrengung oder gar im Ruhezustand

Die instabile Angina pectoris als Folge der koronaren Herzkrankheit

Die sogenannte instabile Angina pectoris wird in drei Stufen nach Auftreten der Beschwerden in den letzten 48 Stunden unterschieden. Die Bezeichnung instabil bezieht sich in diesem Zusammenhang darauf, dass der Auslöser und das Auftreten der Angina pectoris nicht mehr klar unterschieden werden können. Die Schmerzen treten meist ohne Vorwarnung und auch im Ruhezustand auf. Der Unterschied zu einem akuten Herzinfarkt ist meist fließend, weshalb die instabile Angina pectoris zu dem sogenannten akuten Koronarsyndrom zählt.

Das akute Koronarsyndrom als Folge der koronaren Herzkrankheit

Als akutes Koronarsyndrom werden die lebensbedrohlichen Phasen der koronaren Herzkrankheit bezeichnet. Zum akuten Koronarsyndrom gehören die instabile Angina pectoris, der Herzinfarkt und der plötzliche Herztod.

Sabrina Mandel

20.05.15

Koronare Herzkrankheit
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