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Physiotherapie zur Linderung von Folgen der Therapie

Eine Brustkrebserkrankung endet i. d. R. nicht mit der Operation oder der Chemotherapie. Auch im Anschluss an die Behandlung leiden die Patientinnen unter Nachwirkungen, wie z. B. einem Lymphödem. Ein Physiotherapeut kann helfen, diese oder auch andere Beschwerden zu lindern. Ulla Henscher vom Deutschen Verband für Physiotherapie (ZKV) e. V. erläutert im Interview, wie Physiotherapie nach Brustkrebs helfen kann.

Bei welchen Beschwerden kann eine Physiotherapie einer Patientin mit Brustkrebs helfen?

Die Physiotherapie kann bei Bewegungseinschränkungen sowie bei postoperativen Nachwirkungen, wie mangelnde Atemvertiefung und Stoffwechselstörungen helfen. Gelindert werden kann auch starke Müdigkeit, die mit der Fatigue einhergeht. Bewegungsstörungen und die Behandlung eines Lymphödems gehören ebenfalls in das Aufgabengebiet eines Physiotherapeuten.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Bei einem Lymphödem bietet sich die komplexe manuelle Lymphtherapie an, die eine manuelle Lymphdrainage, Kompression, entstauende Übungen und Hautpflege umfasst. Bei Bewegungseinschränkungen sollte die postoperative Physiotherapie frühzeitig beginnen, um eventuelle Bewegungseinschränkungen direkt vorzubeugen. Aber auch bestehende Bewegungsdefizite lassen sich mithilfe von Physiotherapie wieder beheben. Bei Fatigue oder Chemobrain hilft eine regelmäßige Bewegungstherapie, wie Nordic Walking, die auch gut in der Gruppe erfolgen kann. Das Ziel ist es, die körperliche Fitness der Betroffenen zu verbessern und die Kapazität für das Ausführen von täglichen Aktivitäten zu erhöhen. Durch dosiertes und individuelles Krafttraining allein oder in Kombination mit Ausdauertraining verbessert sich in der Reha-Phase sowohl der allgemeine Gesundheitszustand der Patientinnen als auch die Lebensqualität der Betroffenen. Nach neueren Erkenntnissen verringern regelmäßige sportliche Aktivitäten zusätzlich ein Wiederauftreten des Brustkrebses.

Wie kann ein Physiotherapeut bei einem Lymphödem helfen?

Studien haben gezeigt, dass mithilfe einer sog. komplexen Entstauungstherapie aus manueller Lymphdrainage, Kompression, Hautpflege und entstauenden Übungen ein Lymphödem effektiv reduziert werden kann. Insbesondere die manuelle Lymphdrainage hilft bei der Entstauung von geschwollenem Gewebe.

Quelle: Leben? Leben! 2/2013

12.07.13

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