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Pilzerkrankungen bei Diabetes

Pilzerkrankungen kommen bei Menschen mit Diabetes relativ häufig vor. Pilze können dabei die Haut, Schleimhäute, Fuß- und Fingernägel sowie innere Organe befallen. Durch Diabetes können Pilzerkrankungen leichter auftreten. Denn Menschen mit Diabetes haben häufiger ein schlechtes Immunsystem, ihre Haut ist schlechter durchblutet und meist trocken und rissig. Sie verliert dadurch ihre natürliche Barriere- und Schutzfunktion.

Symptome von Pilzerkrankungen

Meist machen sich Pilzinfektionen durch Rötungen und unangenehmen Juckreiz bemerkbar, so diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Auch Schuppen und Bläschen können auftreten. Wer unter einer Hefepilzinfektion Soor leidet, weist weißliche Beläge auf der Mundschleimhaut auf. Auch die Schleimhäute im Genitalbereich können betroffen sein, auch hier sind häufig Hefepilze der Gattung Candida die Auslöser für die Pilzinfektion.

Was tun, um Pilzinfektionen vorzubeugen?

Um Pilzerkrankungen vorzubeugen, ist es in erster Linie wichtig, einen gut eingestellten Stoffwechsel zu haben. Denn dann haben Menschen mit Diabetes nicht häufiger Pilzinfektionen als stoffwechselgesunde Menschen auch, informiert diabetesDE. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel führt zu einer vermehrten Urinproduktion, zudem können Neuropathien dafür sorgen, dass die Talgdrüsen weniger Fett und Feuchtigkeit produzieren.

Damit Flüssigkeitsverluste gar nicht erst entstehen, sollten Menschen mit Diabetes mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken. Damit die Haut nicht weiter austrocknet, sollte man zudem lange Wannenbäder in heißem Wasser vermeiden, stattdessen nur kurz unter warmem Wasser mit milder Seife duschen und hinterher ein feuchtigkeitsspendendes Pflegeprodukt, beispielsweise mit Urea, auftragen. Ein besonderes Augenmerk sollten Menschen mit Diabetes auf ihre Füße legen. Diese sollte man täglich pflegen und kontrollieren, um einem diabetischen Fußsyndrom vorzubeugen. Wer den Verdacht hat, eine Pilzinfektion zu haben oder andere Hautveränderungen ans sich bemerkt, sollte diese stets dem behandelnden Diabetologen oder einem Hautarzt vorstellen – und ggf. auch behandeln lassen.

Behandlungsmöglichkeiten

Zur Behandlung von Pilzinfektionen stehen diverse Cremes und Lotionen zur lokalen Anwendungen zur Verfügung. Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind dabei Nystatin, Clotrimazol, Miconazol, Ciclopiroxolamin, Fluconazol, Itraconazol und Amphotericin B, sog. Breitband-Antimykotika. Bei Fußpilz werden beispielsweise Sprays, Creme, Gels, Puder oder Lösungen eingesetzt. Bei Nagelpilz kommen antimykotische Salben oder Nagellack zur Anwendung. Mundsoor wird mit antimykotischen Gels für die Mundschleimhaut, Mundspüllösungen oder Lutschtabletten behandelt. Bei Pilzerkrankungen im Vaginalbereich gibt es beispielsweise Zäpfchen oder Cremes, die lokal angewendet werden. Wenn die äußerliche Behandlung nicht wirksam ist, verschreibt der Arzt ein Antimykotikum zum Einnehmen in Tablettenform, als Saft oder ggf. auch als Infusion.

Quelle: Befund Diabetes 1/2016

31.05.16

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