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Prostatakrebs-Beratungshotline

In Deutschland erkranken jährlich etwa 64.000 Männer an Prostatakrebs. Gehört man eines Tages selbst zu den Betroffenen, ändert sich die persönliche Situation außerordentlich. Ein Berg Fragen türmt sich auf: Wo finde ich Informationen? Wer kann mir helfen? Was bedeuten die Fachbegriffe? Und was kann ich für meine Lebensqualität tun?

Patienten beraten Patienten

Seit 2008 bietet der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) eine Beratungshotline an, bei der Patienten kostenlose, telefonische Beratung erhalten. Das Besondere: Die ehrenamtlichen Hotlineberater sind selbst Betroffene. Sie haben ihren Prostatakrebs überwunden oder gelernt, mit ihm zu leben.

Ein Telefonat kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen, betont der BPS. Aber die Berater beantworten Verständnisfragen, geben Anregungen und Tipps aus eigener Erfahrung und helfen bei der Suche nach Kontaktadressen von Ärzten und Kliniken. Mehr als 7.400 Gespräche seit Bestehen der Hotline: Die derzeit zehn ehrenamtlichen Berater der BPS-Beratungshotline leisten wertvolle Arbeit für Männer mit Prostatakrebs und ihre Angehörigen. Dies belegen Zahlen, die der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) veröffentlicht hat.

Diese zeigen: Besonders von Krebs selbst Betroffene nutzen diese Möglichkeit, sich zu informieren und beraten zu lassen. Fünf von sechs Anrufern waren an Prostatakrebs erkrankt. Ein Anruf von sechs kommt indes von den Angehörigen, wie Partner oder Kinder des Betroffenen. Hintergrund sind oft medizinische Fragen, die die Ratsuchenden haben. Dies war bei 92 % der Fall. 7 % hatten Fragen zu rechtlichen bzw. sozialen Aspekten, 1 % sprach über psychische Probleme. Im Durchschnitt dauerten die Gespräche 21 Minuten, jedes zwölfte Gespräch war kürzer als sechs oder länger als 40 Minuten – hier unterschied sich also durchaus der Bedarf der Ratsuchenden.

Im Schnitt waren die Anrufer 69 Jahre alt und etwa jeder Zweite wandte sich an die Berater, bevor ein bestimmter Therapieweg eingeschlagen wurde. Allerdings hat sich in den vergangenen drei Jahren auch der Anteil derer, die aus einer Palliativsituation heraus den Kontakt zur Beratungshotline suchen, stark erhöht und ist seit 2010 von 9 auf 18 % gestiegen. Mehr als ein Drittel (38 %) gehörte dabei der Hochrisikogruppe bei Prostatakrebs an.

Weitere Informationen und Kontakt

Beratungshotline Prostatakrebs – Patienten beraten Patienten
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, jeweils von 15 bis 18 Uhr (außer an Feiertagen)
Tel.: 0800 7080123, gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz
Tel.: 0049 (0)228 28645645, gebührenpflichtig aus dem Mobilfunknetz sowie aus dem Ausland

Quelle: Befund Krebs 3/2016

20.02.17

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