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Selbsthilfe bei Prostatakrebs

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.

Bei dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe handelt sich um einen Verein, der die von Prostatakrebs Betroffenen, dazu zählt der Verein auch die Angehörigen der Erkrankten, unterstützen und informieren möchte. Dazu soll auch das Gesundheitswesen auf Prostatakrebs aufmerksam gemacht und so die medizinische Versorgung weiterhin verbessert werden. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. wurde im Jahr 2000 gegründet und feierte 2015 sein 15-jähriges Jubiläum, durch den Zusammenschluss von achtzehn deutschen Selbsthilfegruppen.

Betroffene Männer und ihre Angehörige finden in 240 Selbsthilfegruppen des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe Möglichkeiten zum Austausch und Hilfe auf Gegenseitigkeit. Das Gespräch mit Menschen, die eigene Erfahrungen mit Prostatakrebs gemacht haben und Vorträge von Medizinern sind wirksame Unterstützungen bei der Bewältigung der Erkrankung. Selbsthilfegruppen machen Mut, vermitteln Kenntnisse und stärken das Selbstbewusstsein im Gespräch mit dem Arzt.

Mitarbeit an Patientenleitlinien

Neben der klassischen Selbsthilfearbeit gehört dazu auch die Mitarbeit an Behandlungsleitlinien. So hat der BPS z. B. an der S3-Leitlinie mitgearbeitet, gemeinsam mit rund 100 Vertretern aus unterschiedlichen Fachgesellschaften. Die S3-Leitlinie ist eine Handlungsempfehlung zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Sie informiert Männer und Ärzte über evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten. Auch an der Arbeit für die Leitlinie Psychoonkologie und an einem Standard für die Rehabilitation von Patienten mit Prostatakarzinom waren BPS-Vertreter beteiligt, informiert der BPS.

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, in der BAG Selbsthilfe und der europäischen Prostatakrebsvereinigung Europa UOMO. Die Deutsche Krebshilfe hat die Schirmherrschaft für den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. übernommen.

Diagnose Prostatakrebs

Bei Prostatakrebs handelt es sich um die häufigste Krebsart bei Männern. Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit zunehmenden Alter an, weitere Ursachen sind noch nicht eindeutig bekannt. Laut dem Robert-Koch-Institut wird in Deutschland jährlich bei mehr als 63.000 Männern Prostatakrebs diagnostiziert. Wie der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. mitteilt, sind Vorsorgeuntersuchungen bei Prostatakrebs sehr wichtig, weil Prostatakrebs im Anfangsstadium noch keine Beschwerden verursacht. Daher sollten nach Auskunft des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. Männer ab 45 Jahren an den Untersuchungen zur Früherkennung teilnehmen. Falls eine Vorbelastung in der Familie vorliegt, sollte die Früherkennung bereits ab 40 Jahren beginnen.

Wie kann eine Selbsthilfegruppe helfen?

Der Bundesverband der Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. sieht die Selbsthilfegruppe als eine Form der Therapiebegleitung an, in der die Betroffenen in allen Bereichen unterstützt werden. Dazu gehört insbesondere der Versuch, Tabus zu brechen und über alle körperlichen und psychosozialen Folgen der Krankheit zu sprechen. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. hat über das Internet, über Vorträge und Patiententage ein Forum aufgebaut, das Informationen über Prostatakrebs und eine Plattform zum Austausch Betroffener bietet. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. bietet darüber hinaus eine telefonische Beratungshotline an, die Betroffenen an drei Tagen in der Woche zur Verfügung steht und er fördert Selbsthilfeprojekte.

Für sein Engagement im wissenschaftlichen Bereich ist der BPS 2014 ausgezeichnet worden: Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf erhielt der BPS den Preis „Förderer der Urologischen Wissenschaft“. „Der BPS ist hier ein wichtiger und geschätzter Player zur Verbesserung der Versorgung von Männern mit Prostatakarzinom“, betonte der damalige DGU-Präsident Prof. Jan Fichtner. Der Preis in Form einer Medaille wird seit 1999 an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Industrie oder an Stiftungen und andere Einrichtungen vergeben. „Die Arbeit des BPS lebt von der ehrenamtlichen Unterstützung unserer Mitglieder. Dass dieses Engagement nun auch von wissenschaftlicher Seite durch die Urologische Fachgesellschaft ausgezeichnet wird, ehrt und freut uns“, sagte der stellvertretende BPS-Vorsitzende Paul Enders.

Geschäftsstelle

Haus der Krebs-Selbsthilfe
Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.
Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn
Tel.: 0228 33889-500
Fax: 0228 33889-510

Miriam Schaum

20.02.17

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