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Zehn Jahre Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW

2014 feierte der Landesverband Nordrhein-Westfalen des BPS (LPS) ein kleines Jubiläum: Vor zehn Jahren wurde er gegründet. Der Beginn der Aktivitäten der Prostata-Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen geht dabei bereits auf das Jahr 1993 zurück. In diesem Jahr gründete sich der Bezirksverein Prostata Selbsthilfe Dortmund. Diese Selbsthilfegruppe hatte von Anfang an großen Zuspruch, berichtet der LPS. Viele Männer kamen zu den monatlichen Gruppentreffen aus dem Dortmunder Umfeld und den nahen Großstädten in Nordrhein-Westfalen. Anfragen von betroffenen Männern kamen aus ganz Deutschland, denn die Dortmunder Gruppe war eine der ersten Prostata-Selbsthilfegruppen überhaupt.

Die überregionalen Aktivitäten der Prostata-Selbsthilfe führten 1999 zur Gründung des Bundesverbandes der Prostata-Selbsthilfe e. V. (BuV), parallel zu dieser Entwicklung konstituierte sich 2003 der Landesverband Prostatakrebs-Selbsthilfe Nordrhein-Westfalen e. V. (LPS) als Unterorganisation des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. NRW. Auf eine Empfehlung der Deutschen Krebshilfe, die Aktivitäten in der Prostata-Selbsthilfe zu bündeln, löste sich der BuV Ende 2003 auf und legte seinen Selbsthilfegruppen die Mitgliedschaft im LPS nahe. Am 18. April 2004 fand in Düsseldorf schließlich die erste ordentliche Mitgliederversammlung des neuen LPS nach der Vereinigung statt, auf der auch der Landesvorstand gewählt wurde.

Aktivitäten des LPS NRW

In verschiedenen Weiterbildungsveranstaltungen des LPS lernen Gruppenleiter Beratungstechniken und andere Kenntnisse, die für ihre Tätigkeit von Bedeutung sind, vermittelt werden. Das jährlich stattfindende Therapieseminar des LPS ist mittlerweile ein fester Termin bei allen Gruppenleitern. Die Internetseiten des LPS geben zudem Auskunft über die Vernetzung der örtlichen Gruppen. Ratsuchende erfahren hier, welche Gruppen interessante Veranstaltungen planen.

Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld sind Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung der Bevölkerung über Prostatakrebs, Vorsorgemaßnahmen und -untersuchungen, der Einfluss der Ernährung auf das Krankheitsbild sowie Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems. Die Vorsorge darf sich nicht darauf beschränken den Beginn der Krankheit Prostatakrebs festzustellen, betont der LPS. Vielmehr müsse sie in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden, um eine erfolgreiche Bekämpfung zu gewährleisten.

Ziele und aktueller Stand

Der LPS strebt eine intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft, insbesondere der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr und allen Trägern des Gesundheitswesens an. Besondere Bedeutung genießen die Patientenvertretungen im Rahmen der Selbsthilfe als das „vierte Bein im Gesundheitswesen“, die Mitwirkung in der Landesgesundheitskonferenz und die Beteiligung an der landesweiten Aktion „Gemeinsam gegen Krebs“ mit dem Schwerpunkt Prostatakrebs.

Der LPS umfasst heute 48 örtliche Gruppen, die ihrerseits jeweils 30 bis 80 Mitglieder zählen, darüber hinaus aber offen für alle Betroffenen und Interessierten sind. Insgesamt werden ca 2.000 von Prostatakrebs betroffene Männer als Mitglieder und weitere 1.500 Nichtmitglieder durch die Gruppen betreut.

Quelle: Befund Krebs 5/2014

10.04.15

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