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Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf

Besuch der Urologie in Lübeck

Bereits zum achten Mal in zehn Jahren hat die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf eine Informationsreise in die Ferne unternommen. Im letzten Jahr wurde diese Tradition unterbrochen – da feierte die Gruppe ihr zehnjähriges Bestehen. In diesem Jahr folgte man einer Einladung des Universitätsklinikums in Lübeck.

Unter der Leitung von Jürgen Mindermann startete die Gruppe im vollbesetzen Bus früh am Morgen, um rechtzeitig am Ziel zu sein. Nach einem stärkenden Imbiss erfolgte eine kurze Klinikführung. Danach bekam die Gruppe Gelegenheit, ihr Wissen auf der Grundlage von zwei hochaktuellen Vorträgen zu mehren. Während in dem ersten Vortrag Prof. Dr. Axel Merseburger, Chefarzt der Urologischen Abteilung, die neuesten Therapiemöglichkeiten beim fortgeschrittenen Prostatakrebs aufzeigte, wurde im zweiten Vortrag von dem Molekularbiologen Priv.-Doz. Dr. Marcus Cronauer das Thema „Molekulare Diagnostik des Prostatakrebses“ eingehend erörtert.

Hier bekamen die Teilnehmer einen Einblick in die Komplexität der Genforschung. Dr. Cronauer hat sich sehr bemüht, den Gruppenmitgliedern den Aufbau und die Funktion der AR-Spleißvariante AR-V7 zu verdeutlichen. Es gilt wissenschaftlich zu überprüfen, ob Männer mit der Variante des Gens AR-V7 möglicherweise signifikant anders auf den Einsatz bestimmter Medikamente reagieren. Wenn sich die Ergebnisse einer kleinen Studie bewahrheiten, hätte man vor Therapiebeginn einen hervorragenden Indikator bezüglich der Wirksamkeit dieser Medikamente.

Wir waren beeindruckt und erfreut von der Gastlichkeit und der Freundlichkeit sowie der Bereitwilligkeit und Offenheit mit der uns das Ärzteteam und die Mitarbeiterinnen in Planung und Durchführung begegnet sind. Ihnen gilt, auch an dieser Stelle, unser ganz herzlicher Dank!

Stadtführung durch Lübeck

Dem fachlichen Teil folgte nun (und das war auch notwendig) ein zweigeteilter Tourismusbereich. Zunächst haben zwei Stadtführer den Teilnehmern in anregender und humorvoller Weise die Schönheit Lübecks so nahegebracht, dass die 56 Gruppenmitglieder motiviert waren, in einer anschließenden Freizeit und bei sonnigem Wetter die Gelegenheit nutzen zu können, die gewonnenen Eindrücke individuell zu vertiefen. Dabei spielte das Lübecker Marzipan sicher auch eine Rolle. Voller Eindrücke und sicher auch ein wenig ermattet konnte am Spätnachmittag die Rückreise angetreten werden. Die Teilnehmer meinten, in Burgdorf angekommen, dass die Reise nicht nur wegen des schönen Wetters ein trefflicher Erfolg war.

Jürgen Mindermann

Quelle: Befund Krebs 4/2016

18.10.16

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