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Psoriasis weltweit

Die Weltgesundheitsorganistion der Vereinten Nationen (WHO) veröffentlichte den ersten weltweiten Bericht zu Psoriasis. 2014 hatte die Vollversammlung der WHO erstmals eine Resolution zu dieser chronischen, bislang nicht heilbaren Erkrankung verabschiedet, mit der die Mitgliedsstaaten sich u. a. verpflichteten, ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Psoriasis zu verstärken. Mit dem „Global report on psoriasis“ von 2016 zeigt die WHO erstmals auf, wie verbreitet die Schuppenflechte und wie groß die Stigmatisierung der Betroffenen weltweit ist.

Anhand der Auswertung von Studien stellte die WHO u. a. den prozentualen Anteil der Bevölkerung in 20 Ländern fest, der von Psoriasis betroffen war. Dieser reichte von 0,09 % in Tansania bis zu 11,4 % in Norwegen. Allerdings, so die WHO, sei ein direkter Vergleich der Angaben nicht möglich, da sich die ausgewerteten Studien in ihrer Methodik zu sehr unterschieden.

Zahl der Neuerkrankungen

In einigen Ländern ist seit Jahren ein Aufwärtstrend bei der Zahl der Neuerkrankungen zu beobachten. So lag die Häufigkeit von Psoriasis 1998 in Spanien bei 1,43 %, bis 2013 stieg dieser Wert auf 2,31 % an; in China waren 1984 rund 0,17 % der Bevölkerung betroffen, 2009 lag die diese Zahl bei 0,59 %. Für Deutschland zeigten zwei Studien aus 2003 und 2005, dass rund 2 % bzw. 2,5 % der Bevölkerung von Psoriasis betroffen waren. Allerdings, so die WHO, sei auch hier ein direkter Vergleich nicht möglich.

Da eine gute Datenlage der WHO zufolge unabdingbar etwa für die Gesundheitswirtschaft, aber auch für die medizinische Forschung ist, verlangt die Weltgesundheitsorganisation, dass weltweit mehr Daten zur Psoriasis erhoben werden – mit ähnlichen Methoden, um diese vergleichbar zu machen. Bislang sei die Datenlage mager, nur 20 Länder überhaupt hätten Daten zur Psoriasis erhoben und an die WHO weitergeleitet. Das zeige, dass es auf dem Gebiet der Dermatologie noch viel Nachholbedarf im Bereich der epidemiologischen Studien gebe.

Einfluss der Psoriasis aufs Alltagsleben

In ihrem Bericht weist die WHO zudem darauf hin, dass Psoriasis den Alltag der Betroffenen z. T. stark beeinträchtigt. Betroffen seien etwa die Partnerschaft, das Berufsleben und die Schule. Menschen mit Schuppenflechte würden häufig ausgegrenzt, sodass sie von sich aus oft gesellschaftliche Aktivitäten mieden. Das wiederum führe zu Vereinsamung und Selbstzweifeln. 98 % der Betroffenen in den USA etwa sagten aus, dass die Psoriasis Auswirkungen auf ihr Gefühlsleben habe, 94 % gaben an, dass die Krankheit ihr Sozialleben beeinträchtige, 70 % bestätigten einen Einfluss der Psoriasis auf ihr Familienleben. Die psychische Komponente der Krankheit, so die WHO, müsse daher größere Beachtung als bisher finden.

Quelle: allergikus 4/2016

28.04.17

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