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Radiochirurgie – CyberKnife-Methode bei Krebs

Kombination aus Strahlentherapie und Chirurgie

Eine relativ neue Behandlungsmethode in der Krebstherapie ist die Radiochirurgie, die ähnlich der Strahlentherapie die Krebszellen bekämpft, jedoch mit höherer und präziser gegebener Dosis in sehr kurzer Zeit, ggf. in nur einer Sitzung.

Radiochirurgisch gegen Tumoren vorgehen

Ganz ohne Skalpell können so in bestimmten Fällen heute schon manche schwer zugänglichen Tumoren radiochirurgisch effektiv behandelt werden. Bei der sog. „CyberKnife-Methode“ wird über eine computergesteuerte und von einem Roboter ausgeführte präzise Bestrahlung der Tumor zielgenau bekämpft. Dabei wird das Tumorgewebe aus vielen verschiedenen Richtungen bestrahlt, um so eine hohe Dosis im Tumor und eine maximale Schonung gesunder Organe zu ermöglichen. Die optimalen Strahlengänge werden über eine spezielle Software berechnet. Während der gesamten Behandlung „sieht“ der Roboter durch spezielle Bildregistrierung sehr exakt, wo sich der Tumor gerade befindet. Damit werden die Strahlen präzise ins Ziel geleitet, auch wenn sich der Tumor z. B. durch Atmung bewegt.

Indikationen für eine radiochirurgische Behandlung

Mit dem CyberKnife sind weltweit bereits mehr als 100.000 Patienten behandelt worden. Jedoch können nicht alle Tumorarten effektiv mittels Radiochirurgie therapiert werden. Durch die hohe und präzise Strahlendosis sind die behandelbare Tumorgröße und die Anzahl der Tumorherde limitierend. Auch müssen Tumoren klar vom umliegenden Gewebe abgrenzbar sein. Eine CyberKnife-Behandlung sollte stets unter Abwägung aller Alternativverfahren von einem fachrichtungsübergreifenden Tumorboard überprüft werden. Als Beispiele für Einsatzgebiete der CyberKnife-Methode stehen viele gut- und bösartige Tumoren in Kopf und Wirbelsäule (z. B. Metastasen oder Akustikusneurinome), Funktionsstörungen und Schmerzsyndrome (z. B. ausgewählte Trigeminusneuralgie), inoperable primäre und sekundäre Lungen- und Lebertumoren sowie in ausgewählten Fällen oder in Studien Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatatumoren. Vor allem ist die Methode durch die hohe Genauigkeit bei widerkehrenden Tumoren im ganzen Körper oft eine Therapieoption mit vergleichsweise geringen Risiken.

Quelle: Ratgeber Krebstherapie und Rehabilitation 2011

17.12.11

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