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Raucherentwöhnung bei COPD

Rauchen kann die Symptomatik der COPD erheblich verschlechtern. Zusätzlich begünstigt es auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch das Passivrauchen ist in diesem Zusammenhang als verschlechternder Faktor zu sehen. Die Tabakentwöhnung wiederum hat positive Auswirkungen auf den Verlauf der Erkrankung und auf die Sterblichkeitsrate von COPD-Patienten. Eine Reduktion der Tabakaufnahme führt hingegen nicht zu einer signifikanten Verbesserung.

Vorteile des Rauchstopps

Das Aufhören zeigt schnell körperliche Auswirkungen, der Körper ist leistungsfähiger, das Herzinfarktrisiko sinkt und auch das Risiko an Lungen-/Mundhöhlen-/Kehlkopfkrebs zu erkranken sinkt. Eine möglicherweise schon bestehende Durchblutungsstörung kann sich nicht verschlechtern. Bei Patienten mit leichter und mittelschwerer COPD konnte nachgewiesen werden, dass sich die Lungenfunktion i. d. R. stabilisierte und nach weiteren Jahren der Abstinenz sogar etwas besserte. Dadurch sinkt auch die Sterblichkeitsrate bei den Rauchern, die aufgehört haben. Des Weiteren konnte auch eine Reduzierung der Krankenhauseinweisungen beobachtet werden. Auch das Auftreten von akuten Atemwegsinfekten wurde durch das Aufhören reduziert. Generell geht ein Rauchstopp mit der Verringerung von Husten, Atemnot und Auswurf einher und er wirkt auf die überempfindlichen Atemwege positiv ein, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in ihrer Patienteninformation informiert.

Maßnahmen zur Raucherentwöhnung

Die Deutsche Atemwegsliga nennt in ihrer Broschüre Tabakrauch einige Maßnahmen, die zur Raucherentwöhnung ergriffen werden können. So gibt es einige Hilfsmittel in der Nikotinersatztherapie, wie z. B. Nikotinpräparate (Kaugummis, Nikotinpflaster oder Nikotintabletten) oder andere Substanzen wie Vareniclin oder Bupropion, die den Entzugserscheinungen entgegenwirken sollen. Autogenes Training und Akupunktur können zum Abbau der Anspannung beitragen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Entwöhnung ist der Wille des Rauchers aufzuhören.

Es gibt spezielle Kurse, die Raucher beim Aufhören unterstützen möchten. So bietet z. B. die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung Onlinekurse an. Des Weiteren werden Gruppenkurse angeboten, die auf Grundlage von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Maßnahmen die Entwöhnung erleichtern möchten. Die Leitlinie Tabakentwöhnung bei COPD kommt zu dem Ergebnis, dass sich Entwöhnungsprogramme mit psychologischer Unterstützung und medikamentösen Einsatz als am erfolgsversprechendsten herausgestellt haben.

Quelle: COPD und Asthma 3/2014

26.03.15

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