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Reduzierung von Stress kann sich günstig auf die Haut auswirken

Dermatologe untersucht Verbindung zwischen dem Nervensystem und Akne, Psoriasis und Rosazea

Forscher untersuchen den Zusammenhang zwischen Stress und entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne, Psoriasis und Rosazea, berichtet die American Academy of Dermatology.

„Im Leben von fast jedem Menschen gibt es irgendeine Form von Stress, sodass schwierig festzustellen ist, ob Stress tatsächlich die Haut beeinträchtigen oder Hauterkrankungen verschlimmern kann“, sagt Dermatologe Dr. Richard D. Granstein, Mitglied der American Academy of Dermatology, New York. „Dennoch: Seit Langem ist bekannt, dass das Nervensystem, das den Stress verarbeitet, einen Einfluss auf Erkrankungen wie die Psoriasis besitzt.“

Welchen Einfluss hat Stress auf entzündliche Hauterkrankungen?

„Wenn man die Nerven zu einer von Psoriasis betroffenen Hautregion unterbricht, verbessert sich der Hautzustand“, so Dr. Granstein. „Daneben verbessert sich die Situation der Haut, wenn man ein Lokalanästhetikum in Psoriasis-Plaques injiziert. Das deutet darauf hin, dass die Nerven eine Rolle bei der Entwicklung der Psoriasis spielen.“ Studiendaten unterstützen die Hypothese, dass das Nervensystem und Stress entzündliche Hauterkrankungen bei Menschen beeinflussen. Viele Zelltypen in der Haut, Immun- und Endothelzellen eingeschlossen (Letztere sind Zellen, die Blutgefäße umschließen), werden durch Neuropeptide und Neurotransmitter gesteuert – Chemikalien, welche durch die Nervenenden der Haut ausgeschüttet werden. Stress kann dazu führen, dass diese Nervenenden größere Mengen dieser Stoffe freisetzen. Das beeinflusst, wie und wie stark unser Körper z. B. auf Empfindungen reagiert, und kann u. U. Stresssymptome hervorrufen. Daneben kann die Freisetzung dieser Chemikalien Entzündungen der Haut auslösen.

„Könnte man bestimmte Schritte in den Leitungsbahnen zwischen dem Nervensystem und der Haut unterbrechen, ohne dass der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen würde, gäbe es neue Möglichkeiten, einigen Hauterkrankungen vorzubeugen bzw. sie zu behandeln. Allmählich verstehen wir die Mechanismen besser, die vielen Hauterkrankungen zugrunde liegen. Das wird uns helfen, neue Therapien zu entwickeln“, meint Dr. Granstein.

Beeinflusst Stress die Haut auch anderweitig?

Dr. Granstein betont, dass die Forschung noch nicht bewiesen hat, dass Stress die Haut altern lässt. Allerdings haben Tierversuche gezeigt, dass Stress in Kombination mit UV-Strahlung einen Einfluss auf die Entstehung von Hautkrebs haben kann. „Wenn sie UV-Strahlung ausgesetzt waren, entwickelten gestresste Mäuse rascher Hautkrebs als Mäuse, die keinem Stress ausgesetzt waren“, so der Mediziner.

Dr. Granstein betont, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um genauer zu verstehen, inwieweit das Nervensystem und Stress entzündliche Hauterkrankungen beeinflussen, denn auch andere Faktoren (u. a. die erbliche Veranlagung) können bei ihrer Entstehung eine Rolle spielen. Er ermutigt Menschen mit entzündlichen Hauterkrankungen jedoch, unbedingt mit ihrem Hautarzt darüber zu sprechen, wenn sie glauben, dass Stress ihre Krankheit verstärkt. Sie können dann u. a. ausprobieren, ob Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Tai Chi zur Stressreduzierung beitragen könnten.

Quelle: Allergikus 4/2014

26.03.15

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