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Rehabilitation bei Allergien

Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die sich ambulant nicht vollständig behandeln lassen, haben die Möglichkeit, eine stationäre medizinische Rehabilitationsmaßnahme bei ihrem Versicherungsträger (z. B. Rentenversicherung, Krankenkasse) zu beantragen. Zwischen zwei solchen Maßnahmen müssen i. d. R. vier Jahre Wartezeit liegen. Das Gleiche gilt für stationäre Aufenthalte, bei denen gesundheitlichen Problemen vorgebeugt werden soll (sog. Vorsorgekur). Besteht die medizinische Notwendigkeit, bewilligen die Versicherungsträger solche Maßnahmen auch häufiger. Ebenso gibt es zahlreiche Fälle, in denen die Versicherungsträger eine Rehabilitations- oder Vorsorgemaßnahme ablehnen. Ist dies der Fall, gibt es jedoch die Möglichkeit, auf eigene Kosten im Urlaub eine Kurreise anzutreten.

Für Allergiker bieten sich vor allem Reisen ans Meer oder ins Gebirge an. Dort ist die Pollenbelastung der Luft geringer, sodass Menschen mit einer Pollenallergie aufatmen können. Menschen mit Allergien und der Haut profitieren von der salzhaltigen Luft am Meer und dem dort herrschenden Reizklima.

Pauschal- oder Individualreise

Viele Anbieter von Kurreisen bieten Komplettpakete an oder aber der Reisende organisiert die Reise selbst. In vielen heilklimatischen Kurorten bieten Rehabilitations- und Kureinrichtungen den Gästen des Ortes vielfältige Therapiemöglichkeiten an, die diese zusätzlich buchen können. Wer es gerne einfacher hat, sucht sich eine Kurreise, bei der die gewünschten Leistungen bei der Buchung bereits eingeschlossen sind.

Sinnvoll ist es, sich vor der Buchung einer Kurreise beim Hausarzt zu erkundigen, welche Reiseziele für die jeweilige Allergie zielführend und welche Therapien empfehlenswert sind. So kann z. B. die Thalassotherapie mit kaltem oder erwärmtem Meerwasser, Algen, Schlick, Sonne und Sand Menschen mit Hautproblemen helfen, der Aufenthalt in einem Heilstollen kann bei Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale u. U. in Erwägung gezogen werden. Auf der Website des Verbands der Heilklimatischen Kurorte findet sich zudem eine Übersicht über verschiedene klimatische Verhältnisse in Deutschland und bei welchen Erkrankungen sie Erleichterung verschaffen können. So wirkt sich beim Seeklima das Salzaerosol in der Brandungszone am Strand günstig auf Atemwegs- und Hautprobleme aus. Das Qualitätssiegel der Stiftung European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) wird z. B. an Unterkünfte und Orte verliehen, wenn dort auf die besonderen Bedürfnisse von Allergikern geachtet wird.

Eine Kur muss nicht immer Deutschland stattfinden

Eine Kurreise muss jedoch nicht immer in Deutschland erfolgen. Auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern werden auf verschiedene Allergien abgestimmte Heilbehandlungen durchgeführt. Hinzu kommt: Das Klima in bestimmten Regionen ist für Allergiker besonders günstig. In Südtirol z. B. ist in vielen Orten die Pollenbelastung so gering, dass sich ein Aufenthalt für Menschen mit Pollenallergie dort besonders empfiehlt. Auf die Haut von Menschen mit Neurodermitis oder Psoriasis kann sich eine Kurreise ans Tote Meer positiv auswirken. Der Vorteil an einer individuell organisierten Kurreise: Der Tagesablauf kann selbst geplant und die Anwendungen selbst ausgesucht werden. Des Weiteren kann der Partner oder die Familie ebenfalls mitfahren.

Quelle: Allergikus 1/2015

09.06.15

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