- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - Asthma - Rehabilitation bei Asthma

Rehabilitation bei Asthma

Rehabilitation bei Asthma bronchiale umfasst verschiedene Maßnahmen, bei denen unterschiedliche diagnostische und therapeutische Verfahren genutzt werden, um für den Patienten die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Wann ist eine Rehabilitation bei Asthma sinnvoll?

  • Wenn der Patient in ambulanter Behandlung ist, aber dennoch anhaltende Krankheitszeichen, wie Atemnot, Husten und andere Einschränkungen bei körperlicher Belastung aufweist.
  • nach einer Behandlung der Atemwegserkrankung im Akutkrankenhaus,
  • wenn Pflegebedürftigkeit droht,
  • Wenn eine Erwerbsfähigkeit nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.
  • bei seelischen Folgen aufgrund der Erkrankung. Dazu gehören beispielsweise Ängste, sozialer Rückzug oder Depressionen.
  • Wenn eine Ausbildung (Schule, Studium, Lehre) durch die Krankheit erschwert wird.
  • Wenn rehatypischen Therapieverfahren notwendig werden und diese nicht in dem erforderlichen Ausmaß ambulant erbracht werden können. Dazu können z. B. Physiotherapie, Patientenschulung, oder Tabakentwöhnung und medizinische Trainingstherapie gehören.

Therapiemaßnahmen in der Rehabilitation

Zu Beginn einer Rehabilitation steht immer die ärztliche Untersuchung. Anhand der Untersuchungsbefunde wird im Anschluss im Gespräch mit dem Patienten ein individueller Reha-Therapieplan aufgestellt.

Die wichtigsten Therapiebausteine der Rehabilitation

Lungensport

Atemwegspatienten leiden vor allem bei körperlicher Belastung unter Atemnot. Nicht selten ist die Atemnot auch einem Trainingsmangel geschuldet, der aus einer krankheitsbedingten Schonhaltung folgt. Dieser Trainingsmangel kann zu rasch zu einem verhängnisvollen Teufelskreis (Atemnot → körperliche Schonung → Trainingsmangel → vermehrte Atemnot → noch mehr körperliche Schonung usw.) und in der Folge zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und des körperlichen Leistungsvermögens führen. Daher ist Lungensport auch bei stark eingeschränkten Patienten er wirksam und sinnvoll.

Atem- und Inhalationstherapie sowie Krankengymnastik

Hier erlernen Patienten atemerleichternde Techniken und Selbsthilfemaßnahmen in Ruhe und bei körperlicher Belastung.

Psychologische Unterstützung

Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen leiden häufig unter psychischen Krankheitsfolgen. Diese haben erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität zur Folge. Den Betroffenen kann jedoch durch psychologische und psychotherapeutische Unterstützung oder auch mithilfe von Medikamenten gut geholfen werden.

Patientenschulung

Patientenschulungen sollen den Patienten im Umgang mit seiner chronischen Erkrankung stärken. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung des Krankheitsverlaufes und der Lebensqualität.

Beratung durch einen Ernährungsspezialisten

Viele Patienten zeigen eine Reduktion der Körpermuskelmasse. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht ist für Patienten mit Atemwegerkrankungen problematisch. Die Ernährungstherapie, die regelmäßig durch körperliches Training ergänzt werden sollte, ist daher ein wichtiger Teil der Rehabilitation bei Atemwegspatienten.

Weitere Bausteine der Rehabilitation umfassen die Beratung in Bezug auf Hilfsmittel, eine Sozial- und Berufsberatung, die Überprüfung der Medikamente durch einen Facharzt, der Rauchstopp/Tabakentwöhnung und die Nutzung klimatischer Faktoren (Vermeidung von Allergenen und Schadstoffen).

Die Wirksamkeit der Rehabilitation bei Asthma

Die wichtigsten Wirkungen der Rehabilitation bei Asthma sind u. a., dass die Patienten eine Steigerung der Lebensqualität erfahren und ihr Allgemeinempfinden verbessert wird. Des Weiteren leiden Betroffene weniger unter Atemnot, Husten und Auswurf. Darüber hinaus steigert sich ihre körperliche Leistungsfähigkeit und krankheitsbegleitende psychische Erkrankungen verbessern sich i. d. R.

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

04.07.14

Newsletter An-/Abmeldung

Code: LHAF