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Rehabilitation bei Lungen- und Atemwegserkrankungen

Eine medizinische Rehabilitation bei Lungen- und Atemwegserkrankungen soll dazu beitragen, die Lebenssituation von Patienten zu verbessern und sie – falls möglich – befähigen, am beruflichen und sozialen Leben teilzuhaben. Eine berufliche Rehabilitation soll u. a. durch Bereitstellung von Hilfsmitteln oder auch durch Umschulungsmaßnahmen dazu führen, dass auch Menschen mit Lungen- und Atemwegserkrankungen weiter arbeitsfähig sind und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Oft gehen die medizinische und die berufliche Rehabilitation Hand in Hand, wobei die medizinische i. d. R. vor der beruflichen Rehabilitation steht.

Eine medizinische Rehabilitation kommt bei den meisten chronischen Lungen- und Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis und COPD infrage, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So ist eine Reha oft medizinisch notwendig, wenn die ambulante medizinische Behandlung nicht ausreicht, um die Krankheit in den Griff zu bekommen, sie sich stattdessen vielleicht sogar verschlechtert. Auch eine Anschlussrehabilitation (AHB) nach einem Krankenhausaufenthalt ist häufig angezeigt. Zu den weiteren Indikationen gehört eine mögliche Einschränkung im Berufsleben oder in der Ausbildung, d. h. in der Schule, im Studium oder in der beruflichen Ausbildung. Auch wenn die Psyche unter der Krankheit stark leidet, kann eine Reha sinnvoll sein. In jedem Fall aber muss der behandelnde Arzt die Notwendigkeit einer Reha attestieren.

Der Antrag

Einen Antrag auf Rehabilitation können Menschen mit Lungen- oder Atemwegserkrankungen u. a. bei ihrer Krankenkasse oder bei ihrem Rentenversicherungsträger stellen. Sollte der angeschriebene Träger der Rehabilitation nicht zuständig sein, muss er den Antrag an den vermutlich zuständigen Rehabilitationsträger weiterleiten. Sinnvoll ist es jedoch, sich vorab zu erkundigen, welcher Kostenträger mit großer Wahrscheinlichkeit zuständig ist, denn sonst dauert es u. U. um einiges länger, bis die Reha-Maßnahme bewilligt wird.

Für Berufstätige, deren Arbeitskraft durch die Reha erhalten werden soll, ist i. d. R. der Rentenversicherungsträger auch der Träger der Rehabilitation, bei Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen ist es die gesetzliche Unfallversicherung, bei Kindern oder mitversicherten Familienangehörigen, die nicht berufstätig sind, sind meist die gesetzlichen Krankenkassen zuständig. Daneben gibt es noch weitere Rehabilitationskostenträger wie etwa Sozialämter.

Ablauf der Reha

Selbstverständlich richtet sich der Ablauf der medizinischen Reha immer nach der Erkrankung, deretwegen eine Person die Reha beantragt hat. Der Therapieplan ist abhängig davon, was durch die Reha erreicht werden soll. So findet zu Anfang zunächst eine Untersuchung beim Facharzt statt, wobei dieser u. a. überprüft, welche Medikamente der jeweilige Patient nimmt und wie sie dosiert sind. U. U. wird die Medikation in diesem Schritt bereits angepasst, z. B. können Medikamente ausgetauscht oder deren Dosis geändert werden. Zu den wichtigsten Bausteinen einer Reha gehört in jedem Fall die Patientenschulung, in der die Patienten z. B. lernen, wie man richtig inhaliert oder sich im Notfall verhält. Auch Lungensport steht meistens auf dem Therapieplan bei einer Reha, denn Bewegung wirkt sich auf Lungen- und Atemwegserkrankungen – das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien untermauert – positiv aus.

Selbstverständlich können Patienten bei einer Reha auch psychologische Unterstützung bekommen, wenn sie es wünschen. Sie können sich über Hilfsmittel beraten lassen oder darüber, wie sie im Berufsleben auch mit ihrer Krankheit zurechtkommen können. Eine große Rolle spielt bei Rauchern die Raucherentwöhnung, denn Rauchen verschlimmert alle Formen von Lungen- und Atemwegserkrankungen. Falls nötig, kommt auch eine Ernährungsberatung mit ins Spiel.

Quelle: allergikus 2/2016

22.07.16

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