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Wie beantrage ich eine Rehabilitationsmaßnahme bei Asthma?

Die medizinische Rehabilitation dient dazu mögliche Folgen des Asthmas bronchiale zu mildern und ggf. die Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Je nach Kostenträger kann der Ablauf der Beantragung variieren.

Verschiedene Kostenträger

Bei Berufstätigen (das gilt auch für Arbeitslose und Erwerbsgeminderte) ist die Deutsche Rentenversicherung angehalten, die Kosten für die Rehabilitation zu tragen, wenn das Asthma die Erwerbsfähigkeit gefährden kann. Es müssen hier mögliche Warte- und Beitragszeiten berücksichtigt werden.

Für Nicht-Berufstätige (wie Rentner oder Familienversicherte) sind i. d. R. die gesetzlichen Krankenkassen zuständig. Diese übernehmen die Kosten, wenn es zu einer Behinderung oder zu einer Pflegebedürftigkeit kommen könnte.

Bei einer Berufserkrankung (z. B. Bäckerasthma) ist die Berufsgenossenschaft Trägerin der Kosten. Bei Privatversicherten hängt die Übernahme der Kosten von dem jeweiligen Vertrag und der individuellen Umstände ab. Hierüber informiert die Deutsche Atemwegsliga e. V. in ihrer Broschüre Nr. 27 Rehabilitation – Was ist bei Antragstellung zu beachten?

Die Beantragung

Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilt, muss der Patient den Antrag auf Maßnahmen zur Rehabilitation selbst stellen. Allerdings ist es im Vorfeld sinnvoll mit seinem behandelnden Arzt oder einem Betriebsarzt etc. Rücksprache zu halten. Dieser wird dann, in den meisten Fällen, einen Befundbericht verfassen, ggf. kann auch ein Gutachter ein Gutachten erstellen. Für den Befundbericht sieht die Rentenversicherung ein spezielles Formular vor. Mit Bericht/Gutachten wird die medizinische Notwendigkeit der Rehabilitation dokumentiert. Hierbei ist eine genaue Auflistung der Diagnose und Angabe möglicher Funktionsstörungen und Beeinträchtigungen wichtig. Diese Stellungnahmen werden dem Antrag beigelegt. Ebenfalls muss ein sog. Selbstauskunftsbogen ausgefüllt werden.

Wenn der Patient sein Wunsch- und Wahlrecht nach § 9 SGB IX wahrnehmen möchte, sollte er seine „Wunschrehabilitationseinrichtung“ im Antrag vermerken. Die Wahl sollte er darüber hinaus ggf. medizinisch begründen, rät der Arbeitskreis Gesundheit e. V.

Alle Antragsformulare können unter auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung heruntergeladen werden. Welcher Rehabilitationsträger zuständig ist, wird von diesen geprüft. Der Antrag wird dann automatisch an den zuständigen Träger weitergeleitet.

Prüfung durch den zuständigen Träger

Die Träger prüfen die individuellen Voraussetzungen des Antragstellers und die versicherungsrechtlichen Bedingungen. Wenn die Rehabilitationsbedürftigkeit festgestellt wurde und auch die anderen Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Rehabilitation bewilligt. Ansonsten wird der Antrag an den zuständigen Träger weitergeleitet.

Sollte der Antrag abgelehnt werden, kann der Antragsteller, in berechtigten Fällen, Widerspruch einlegen. Dabei ist es gut, wenn der Antragsteller sich die Eingangsfrist notiert, wie der Arbeitskreis Gesundheit e. V. informiert. Für den Widerspruch verbleibt ein Monat. Bei einem Widerspruch kann Einsicht in die medizinischen Unterlagen beantragt werden. Des Weiteren ist angeraten, die Begründung mit dem Arzt zu besprechen. Bei einer erneuten Ablehnung kann eine rechtsmittelfähige Entscheidung erbeten werden. Bei einem ablehnenden Widerspruchsbescheid kann eine Klage beim zuständigen Sozialamt eingereicht werden. Solche Verfahren können allerdings einige Jahre andauern.

Quelle: Allergikus 2/2014

14.10.14

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