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Behandlungsmöglichkeiten bei Restless-Legs-Syndrom

Betroffene des Restless-Legs-Syndroms (RLS) leiden unter unruhigen, heftig kribbelnden Beinen, die den Patienten nicht selten den Schlaf rauben. Auf der Neurowoche in Mannheim diskutierten Spezialisten, welche Behandlungsmethoden sich für RLS ...

 

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Therapie des Restless Legs Syndrom

04.06.07.

Eine Therapie des Restless Legs Syndroms ist indiziert (angezeigt), wenn der Leidensdruck des Patienten, z. B. durch ein sehr großes Schlafdefizit, so hoch ist, dass dadurch seine Lebensqualität stark eingeschränkt ist.

Da die Skala der Intensität eines RLS von leichtbetroffen bis schwerstbetroffen weit gefächert ist, kann es durchaus möglich sein, dass Betroffene welche nur an einem leichten RLS leiden keiner Therapie bedürfen.

Dopaminerge Substanzen bringen beim Restless Legs Syndrom rasche Hilfe. Fast alle Patienten sprechen auf die Behandlung mit Dopamin an.

Ob und welche Therapie eingesetzt werden kann, oder muss, entscheidet immer der Arzt.
Während man bei einem sekundär RLS – wie bereits erwähnt – zunächst die diagnostizierte Grunderkrankung durch entsprechende Therapierung erfolgreich behandeln muss, wird dadurch auch das RLS zum abklingen gebracht. Das RLS verschwindet danach in seltenen Fällen ganz oder auch nur zeitweise. Es gibt jedoch keine gesicherten Hinweise, dass sich das RLS danach nicht wieder verstärkt ausbildet.

Sollte nach einer erfolgreichen Behandlung der Grunderkrankung die RLS Beschwerden des Patienten immer noch sehr groß sein, dass sie einer Therapie bedürfen, so entspricht diese Therapie der des idiopatischen oder primär RLS.

Beim idiopatische RLS ist nach heutigem Stand der Wissenschaft eine Heilung nicht möglich, der Leidensdruck kann jedoch durch Medikamente stark gelindert werden.
Bei der Behandlung des RLS sind inzwischen die dopaminergen Medikamente ( L- Dopa ) Mittel der ersten Wahl.

Als Mittel zweiter Wahl gelten die sogenannten Dopaminagonisten. Als weitere Wirkstoffgruppe stehen med. Opiate und Benzodiazepine sowie das Carbamazepin zur Verfügung.

Diese zur Verfügung stehenden Medikamente wurden zwar alle für die Therapierung des Morbus Parkinson entwickelt, entfalten jedoch ihre hilfreiche Wirkung auch bei einem RLS. Ansonsten hat das RLS mit Morbus Parkinson absolut nichts gemeinsames.

Als eines der Ursachen des RLS, werden fehlende Nervenbotenstoffe ( Dopamine ) vermutet. Diese Dopamine sind eine wichtige körpereigene Überträgersubstanz im Nervensystem des Menschen. Durch die Therapie mit L-Dopa Medikamenten, so wird vermutet, werden die fehlenden Botenstoffe dem Nervensystem des Betroffenen zugeführt.

Obwohl man bis heute nicht genau weiß, auf welche Weise dieser zugeführte Nervenbotenstoff seine Wirkung entfaltet, berichten die Mehrzahl der behandelten Patienten von einer spürbaren Wirkung schon nach einmaliger Einnahme.

Eine Tagesdosis der L- Dopa Medikamente von max. 200mg ( in einigen wissenschaftlichen Berichten werden max 400mg genannt ) sollte jedoch nicht überschritten werden. Muss bei einem Betroffenen zur Ruhigstellung der Füße diese max. Tagesdosis überschritten werden, so ist eine Neuorientierung zu einem Dopaminagonisten angezeigt.

Auch die sogenannten Dopamin – Agonisten sind Wirkstoffe , die an den Dopamin Bindungsstellen ( Rezeptoren ) im Nervensystem Effekte hervorrufen, die mit denjenigen von Dopaminen vergleichbar sind.

Sollte jedoch auch mit Dopaminagonisten keine zufriedenstellende Wirkung erzielt werden, oder beim Patienten eine Unverträglichkeit von L-Dopa und Dopaminagonisten vorliegen, so können auch med. Opiate verabreicht werden. Mit einer Kombination von Opiaten und L – Dopa oder Dopaminagonisten kann bei vielen Betroffenen eine sehr gute Wirkung erzielt werden.

Obwohl Opiate eigentlich Schmerzmittel sind, ist bis heute noch nicht erforscht warum oder wie die ohne Zweifel vorhandene positive Wirkung auf die RLS Symptomatik zustande kommt.
Für suchtgefährdete Menschen ist eine solche Therapie jedoch nicht geeignet und abzulehnen. Erfahrungsgemäß gehen jedoch RLS Patienten mit diesen Mitteln sehr verantwortungsbewusst um und vielen RLS Betroffenen kann mit einer Opiat – Therapie sehr gut geholfen werden.
Inzwischen sind Dopaminagonisten und Opiate als Hautpflaster bei der Pharmaindustrie in der Testphase. Die ersten Testgruppen zeigten damit gute Erfolge. Es wird jedoch noch längere Zeit dauern, bis diese Pflaster den Betroffenen allgemein zur Verfügung stehen.

Die vom Arzt festzulegende Tagesdosis eines Medikaments richtet sich immer nach dem jeweiligen Schweregrad des RLS Betroffenen. Es wird also immer eine individuelle Festlegung durch den Arzt geben müssen. Eine empirische Ermittlung der tatsächlich notwendigen Tagesdosis wird in den meisten Fällen in Zusammenarbeit Patient / Arzt erfolgen. Dies bedeutet der Patient muss in Absprache mit dem Arzt seine Dosis über Tage hinweg ganz langsam steigern bis eine zufriedenstellende Wirkung des Medikaments erreicht wird. Zur Sicherheit kann nun noch mal der umgekehrte Weg eingeschlagen werden um wiederum über Tage hinweg in sehr kleinen Schritten die Tagsdosis abzusenken bis die Unruhe in den Füßen wieder verstärkt auftritt, dann liegt die Tagesdosis mit Sicherheit etwas über dem nun erreichten Niveau.

Quelle: www.restless-legs.at

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