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Frühe Rheuma-Diagnose durch Fingerscanner

In Zukunft wird ein Fingerscanner Arthritis-Erkrankungen sehr früh diagnostizieren können. Entwickelt wird er unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT. Die Gelenke des Menschen sind Hightech-Apparate. Sie sind dank einer Knorpelschicht perfekt gelagert und besitzen mit der Gelenkinnenhaut eine Hülle, die permanent einen eigenen Schmierstoff produziert. Bei Menschen aber, die an einer chronischen Arthritis leiden, funktioniert dieser Prozess nicht. Insbesondere bei der rheumatoiden Ausprägung, der häufigsten Form einer chronischen Arthritis, kommt es zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut.

Im Laufe der Zeit werden die Knorpel und sogar Knochen der Gelenke angegriffen und geschädigt. Der 3D-Fingerscanner tastet die Gelenke nach Entzündungsherden und krankhaften Veränderungen ab. “Das hat unter anderem den Vorteil, dass sich die Krankheit bereits im Frühstadium erkennen lässt, da bei vielen Formen von Arthritis die Finger zuerst befallen sind”, erklärt Projektleiter Dr. Marc Fournelle. Gelenkentzündungen kommen häufig vor und können verschiedene Ursachen haben. Viele Formen, wie die rheumatoide Arthritis, sind nicht heilbar. Doch je früher man die Krankheit erkennt, desto besser lässt sie sich mit Medikamenten behandeln. Ob diese neuartige Diagnostik auch im Alltag funktioniert, wie die Forscher sich dies erhoffen, werden erst klinische Studien zeigen müssen. “Da ist sicherlich noch ein längerer Weg zu gehen, bevor es in der Routinediagnostik etabliert wird”, schätzt Dr. Florian Schuch an, Vorstandsmitglied des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh).

Quelle: Medical Press

04.12.15

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