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Die richtige Pflege für COPD-Patienten

COPD-Betroffene können in der Folge möglicherweise ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen und brauchen Unterstützung. Selbst kleinste körperliche Anstrengungen wie Treppensteigen können zu einer starken Atemnot führen. Es kann sogar so weit kommen, dass Patienten schon ohne körperliche Belastung eine starke Atemnot erleben. In solchen Fällen sind Sozialstationen oder ambulante Pflegedienste hilfreich.

Die Leistungen, die von den Pflegediensten erbracht werden, können individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden. So können sie beispielsweise auch eine vom Arzt empfohlene Bewegungstherapie wie begleitete Spaziergänge oder Kontrollen bei der Atemgymnastik durchführen. Wichtig ist, dass diese eng mit dem Patienten, den Angehörigen und dem Arzt zusammenarbeiten. Ziel ist, dass die COPD-Patienten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können und so viel Hilfe bekommen, wie nötig.

Die Anforderungen an die Pflege von COPD-Erkrankten sind vielfältig. Im Vordergrund stehen:

  • Unterstützen beim (Ab-)Husten
  • Unterstützung beim Atmen und in Fällen von Atemnot
  • Förderung des Gesundheitsbewusstseins bzw. der Fähigkeit zur Selbsthilfe

Husten und Abhusten

Um das Abhusten zu erleichtern, ist es hilfreich den Schleim zu lösen und verflüssigen. In der Unterstützung beim Husten gibt es für die Pflegenden folgende Möglichkeiten:

  • Heiße Getränke oder Wasser
  • medizinische Inhalation
  • Vibrationsmassagen, ggf. mit Hilfsmitteln
  • Anleitung zur effektiven Hustentechnik

Atmen und Atemnot

Akute Atemnot löst beim Patienten ein Gefühl des Erstickens aus. Das ist für die Betroffenen sehr beängstigend. In einer solchen Situation müssen Pflegende den Patienten unterstützen und ihm zeigen, welche Maßnahmen er treffen kann, wenn er zu Hause einen Anfall von Atemnot hat. Zudem soll ihm das Atmen im Alltag und in Belastungssituationen erleichtert werden:

  • Lippenbremse: in dem der Patient gegen seine locker aufeinanderliegenden Lippen ausatmet, setzt er automatisch die Atemhilfsmuskulatur ein und bemüht sich um eine rasche, vollständige Ausatmung des Kohlendioxids. Umso rascher kann wieder Sauerstoff eingeatmet werden.
  • Atemerleichternde Positionen: z. B. Kutscher- oder Reitsitz, Torwartstellung; wichtig ist dabei eine aufrechte Position und das Abstützen der Arme.
  • kalte Getränke und kalte Atemluft als Auslöser von Bronchospasmen verhindern

Für den Notfall sollte der Pflegende über die Medikation des Betroffenen informiert sein und die Wirkung dieser kennen.

Quelle: COPD und Asthma 03/2013

03.02.14

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