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Rosazea erkennen und behandeln

Die Rosazea, medizinisch nicht korrekt als Akne rosacea bezeichnet, ist eine chronische Hauterkrankung, die vorwiegend bei Erwachsenen auftritt und deren Ursachen unklar sind. Sie beginnt meist in einem Lebensalter zwischen 30 und 50 Jahren und zeigt – mit phasenweisen Verschlechterungen und Rückbildungen – ein akneähnliches Erscheinungsbild mit fleckenförmigen, teils schuppenden Rötungen sowie entzündlichen Papeln und Pusteln, später z. T. auch knollenartigen Wucherungen, z. B. der Nase (Rhinophym). Am häufigsten von den Krankheitszeichen betroffen sind Stirn, Nase, Kinn und Wangen.

Vorkommen und Auslöser

Von Rosazea betroffen sind bis zu 10 % der Nordeuropäer, Frauen etwa dreimal häufiger als Männer. Ein schlüssiges, allgemein anerkanntes Konzept der Krankheitsentstehung liegt bis heute nicht vor, gleichwohl werden verschiedene Faktoren als krankheitsauslösend bzw. -verschlimmernd diskutiert. Hierzu zählen z. B. potenziell hautirritierende Substanzen wie z. B. Seife oder Kosmetika, aber auch Bluthochdruck, Stress, starke Temperaturwechsel, Genuss von Kaffee, Tee, Alkohol oder auch Gewürzen sowie Sonneneinstrahlung.

Symptome und Formen

Als typische Symptome der Rosazea werden angesehen: Hitzewallungen mit Hautrötungen im Gesicht (sog. Flush), anhaltende entzündliche Rötungen der Haut (Erytheme), Papeln, Pusteln und Erweiterungen kleinster Blutgefäße (Teleangiektasien). In Deutschland unterscheidet man bei der Rosazea ein Vorstadium sowie nach fortschreitender Krankheitsschwere die Stadien I-III. Zudem gibt es verschiedene Sonderformen der Erkrankung, zu denen u. a. die Ophtalmorosazea gehört. Dieser Name bezeichnet eine Rosazea mit Augenbeteiligung. Da diese relativ häufig vorkommt (bei ca. 30-50 % der Patienten), empfehlen sich für Rosazea-Patienten regelmäßige Augenvorsorgeuntersuchungen.

Alltäglicher Umgang mit der Erkrankung

Sind die Auslöser für Verschlechterungen des Krankheitsbildes bekannt, sollten Betroffene diese Auslösefaktoren nach Möglichkeit meiden. Die Hautreinigung sollte nur mit milden, seifenfreien Substanzen erfolgen (auf den Einsatz adstringierender Präparate, Gesichtswasser mit Menthol u. ä. besser verzichten), zum Abtrocknen des Gesichts nur sanft mit dem Handtuch tupfen. Bei geplantem Aufenthalt im Freien schützen geeignete Sonnenschutzmittel (physikalische Sonnenblocker wie Titandioxid oder Zinkoxid werden von manchen Experten empfohlen) gegen UVA- und UVB-Strahlung.

Medikamente und sonstige Behandlungsoptionen

Für die äußerliche, lokale (sog. topische) Behandlung werden i. d. R. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Metronidazol eingesetzt (z. B. auf Salbenbasis), aber z. B. auch Azelainsäure in Gelform. Andere Wirkstoffe, die angewandt werden können, sind Permethrin und Clindamycin, aber auch Tacrolimus und Pimecrolimus kommen bei bestimmten Rosazea-Formen infrage. Bei schweren Formen der Rosazea, aber auch bei leichteren, therapieresistenten Formen wird der Arzt i. d. R. eine systemische Behandlungsform empfehlen, z. B. mit Tetrazyklinen, speziell Doxyzyklin und Minozyklin. Alternativ können Makrolide wie Erythromycin, Clarithromycin und Azithromycin verordnet werden. Systemische und topische Therapieformen können z. T. kombiniert werden. Da die verschiedenen Formen der Rosazea z. T. auch einer unterschiedlichen Therapie bedürfen, muss der Arzt im Einzelfall entscheiden, ob und wenn ja welche Medikamente der Patient einnehmen soll.

Neben der medikamentösen Behandlung können die Photodynamische Therapie, Laser und intensiv gepulste Lichtquellen sowie (z. B. zur Korrektur von knolligen Verdickungen) operative Maßnahmen zum Einsatz kommen.

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Aus Patient und Haut 1/2009

15.07.09

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