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Scheidenpilz erkennen und behandeln

Pilzinfektionen des weiblichen Genitales, der sog. „Scheidenpilz“ (Soorvaginitis oder Soorkolpitis) gehört zu den häufigsten Genitalerkrankungen. Etwa acht von zehn Frauen sind im Laufe des Lebens davon betroffen.

Hervorgerufen wird die Infektion in den meisten Fällen durch Hefepilze, besonders der Gattung Candida albicans. Übertragen werden können die Pilze von Mensch zu Mensch z. B. durch Geschlechtsverkehr. Eine Störung des Scheidenmilieus kann auf verschiedene Ursachen zurückgehen. Die häufigste Ursache liegt in einem geschwächten Immunsystem. Zu den Faktoren, die eine Scheidenpilzinfektion begünstigen können, gehören:

  • Veränderungen im Hormonhaushalt (z. B. durch Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Schwangerschaft, Einnahme der Antibabypille)
  • Einnahme von Medikamenten wie z. B. Antibiotika, Kortison oder Immunsuppressiva
  • Stress
  • Grunderkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus
  • übertriebene oder mangelhafte Intimhygiene

Häufigste Symptome bei einer Scheidenpilzinfektion sind vermehrter Ausfluss sowie Brennen im Genitalbereich, Schmerzen und Juckreiz im Intimbereich. Dabei ist der Ausfluss weiß-gelblich, cremig bis krümelig-bröckelig. Scheide und Vulva sind meist gerötet und geschwollen. Schmerzen können beim Geschlechtsverkehr und beim Wasserlassen auftreten.

Was tun bei einer Scheidenpilzinfektion?

Entzündliche Erkrankungen im Genitalbereich sollten grundsätzlich ärztlich behandelt werden. Diese Behandlung kann in Form von Salben, Cremes, Lotionen und Zäpfchen erfolgen. Bei starken Beschwerden oder wenn die Infektion bereits länger andauert, können Antipilzmittel (sog. Antimykotika) als Tabletten verabreicht werden.

Maßnahmen zur Unterstützung der Therapie können sein:

  • Unterwäsche zweimal täglich wechseln und bei mindestens 60° C waschen
  • luftdurchlässige Unterwäsche tragen, am besten aus Baumwolle
  • Schamhaare rasieren
  • normale Körperhygiene beim täglichen Waschen oder Duschen
  • sorgfältig abtrocknen nach dem Reinigen
  • enge Hosen bzw. Jeans vermeiden
  • kunststoffbeschichtete Slipeinlagen und Binden vermeiden
  • bei der Toilettenhygiene stets von vorn nach hinten reinigen
  • an den letzten Tagen der Menstruation kleine bzw. sehr kleine Tampons verwenden

Quelle: Deutsches Magazin für Frauengesundheit 1/2015

07.01.16

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