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Entstehung von Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs entsteht dann, wenn das Erbgut von Zellen der Schilddrüse soweit geschädigt ist, dass sie sich unkontrolliert teilen und unkontrolliert wachsen. Die zelleigenen Steuerungsmechanismen, die diese Prozesse regulieren, sind dabei außer Kraft gesetzt. Der sog. Apoptose-Mechanismus, der normalerweise bei Fehlfunktionen ein Signal an die Zelle gibt, sich selbst zu zerstören, wird dabei nicht aktiviert.

Bislang ist es Medizinern nicht gelungen, detaillierte Kenntnisse über Auslösefaktoren von Schilddrüsenkrebs zu erlangen. Einige Risikofaktoren sind jedoch bekannt. Dazu zählt u. a. ionisierende Strahlung wie beispielsweise Röntgenstrahlung. Eine Gefahr besteht insbesondere dann, wenn sie auf den Kopf- bzw. Halsbereich einwirkt.

Bestrahlungen in diesem Bereich wurden z. B. in manchen Ländern in den 1940er und 1950er-Jahren zur Behandlung von Akne und Mandelentzündungen durchgeführt. Radioaktives Jod, das zu Therapiezwecken bei Schilddrüsenüberfunktionen eingesetzt wird, erhöht jedoch nach bisherigen Erkenntnissen das Risiko für Schilddrüsenkrebs nicht.

Auch genetische Faktoren spielen für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs eine Rolle, insbesondere beim medullären Schilddrüsenkarzinom (MTC). Bei dieser Form des Schilddrüsenkarzinoms wurde ein familiär gehäuftes Auftreten beobachtet. In einigen Fällen tritt der Schilddrüsenkrebs dabei mit sog. multiplen endokrinen Neoplasien vom Typ 2 (MEN 2) auf. Bei dieser genetisch bedingten Erkrankung, bilden sich gutartige Tumoren u. a. im Nebennierenmark und den Nebenschilddrüsen.

Das Risiko für Schilddrüsenkrebs kann außerdem durch Jodmangel, hormonelle Einflüsse sowie bestimmte Vorerkrankungen wie eine länger andauernde Struma (Kropf) steigen.

Antje Habekuß

13.04.17

Entstehung
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